Eine Rallye durch den „Klimawald“

+
Zwei Mitarbeiterinnen des Landratsamts erläutern Kindern die biologischen Abläufe in einem Baum von der Wurzel bis zur Krone.
  • schließen

Zum 50-Jährigen der „Maus“ haben die Firmen ZDE und Geo Data die Tür zum Wald der Zukunft geöffnet. In vielen Mitmachaktionen konnte man das Leben und Wachsen der Bäume „erfühlen“.

Westhausen

Am Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ konnten junge Interessenten – zusammen mit ihren Familien – auch einen Blick in den „Klimawald“ in Reichenbach werfen. Die Westhausener Firmen ZDE und Geo Data haben hier rund 650 junge Bäume gepflanzt, deren „Leben“ mit moderner Technik überwacht wird. Am Aktionstag stellten Fachleute und Informationsstände Wachsen, Leben und den Nutzen eines Baumes für das Leben auf der Erde vor.

Viele Familien nutzten die Angebote bereits kurz nach dem Start um 11 Uhr. Vom Parkplatz im Ort führte eine „Rallye“ mit ersten Infotafeln – beispielsweise über Waldtiere wie Eichhörnchen oder Vögel – zum Klimawald. Auf Laufzetteln musste auf diesen Tafeln je ein Lösungsbuchstabe gefunden werden für ein Rätsel.

Die „Waldbox“ des Forst BW am Wegesrand zeigte auf der einen Seite „Fundstücke“ an Müll aus dem Wald – Töpfe, Plastikbecher, Dosen –, auf der anderen Seite Werkzeuge, mit denen im Wald gearbeitet wird.

Am Klimawald gab es eine Vielzahl an Informationen von Mitarbeitern von Landratsamt und Forst BW über den Wald, seinen Zustand im Klimawandel und seine Bedeutung für die Natur und das Leben auf der Erde.

Mitmachaktionen vertieften das Wissen, vor allem für Kinder. So wurde mit Hilfe eines liegenden „Baumes“ aus Altholz spielerisch die Photosynthese im Baum dargestellt. An einer Station konnten Kinder ein Siegel in eine kleine Holzscheibe brennen oder Äste „entrinden“. Sehr gefragt war das Pflanzen von jungen Setzlingen in den Klimawald.

Unter Anleitung von Revierförster Peter Müller und seinen Mitarbeitern konnten die Sorten chinesisches Rotholz, ein Mammutbaum, ein Tulpenbaum und andere gesetzt werden. „Das sind Baumarten, die auch höhere Durchschnittstemperaturen bei uns ertragen und langfristig beispielsweise Buche und Fichte bei uns in der Region ersetzen werden“, sagt Müller. Er bezeichnet den Zustand des Waldes am Albtrauf noch als „relativ gut“.

Wolfgang Weiß, Geschäftsführer bei ZDE, ergänzt: „Einige der von uns gepflanzten Setzlinge haben erwartungsgemäß nicht überlebt, die können die Kinder jetzt ersetzen. So erhalten sie einen Bezug zum Wald.“ Auch diese Setzlinge hatten die beiden Firmen gestiftet. Die Schwäbische Post wird übrigens regelmäßig über den Zustand und die Entwicklung von Wald und Klimawald berichten.

Auf einer rund 1,5 Kilometer langen Familienrallye mit weiteren Infostationen ging es dann nach Reichenbach zurück, zum Parkplatz.

Zurück zur Übersicht: Westhausen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare