Energetische Modernisierung kommt

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Der Landkreis investiert rund 2,,1 Millionen Euro in die energetische Sanierung der Jagsttalschule. Die Maßnahmen sollen bei laufendem Schulbetrieb und in den Jahren 2022 und 2023 erledigt werden.
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Die Fassade der Jagsttalschule in Westhausen wird komplett erneuert, Windfänge werden ertüchtigt und ein Aufzug wird eingebaut.

Westhausen

Der Finanz- und Bildungsausschuss des Kreistags hat am Montag einstimmig beschlossen, dass die Fassade an der Jagsttalschule Westhausen erneuert wird. Zudem werden die Windfänge ertüchtigt und es wird ein Aufzug eingebaut.

Kreiskämmerer Karl Kurz gab dem Gremium einen Überblick. Laut dem Büro Kayser Architekten (Aalen) koste das Projekt rund 1,8 Millionen Euro. Hinzu kommt der Honoraraufwand für den Objektplaner und die Fachplaner wie Bauphysiker und Tragwerksplaner. Diese Nebenkosten belaufen sich auf rund 315.500 Euro, womit sich ein Gesamtkostenaufwand von voraussichtlich rund 2,115 Millionen Euro ergibt.

Beim Land wurde ein Antrag für die Sanierungsmaßnahme gestellt. Stuttgart gewährt einen Zuschuss in Höhe von 1,596 Millionen Euro bei einem zuschussfähigen Bauaufwand von 1,995 Millionen Euro. Dies entspricht einer Förderquote von 80 Prozent.

Das nötige Geld wird in den Haushaltsplänen 2022 und 2023 bereitgestellt. Das Projekt wird nun ausgeschrieben.

Die Jagsttalschule ist ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige, körperliche und motorische Entwicklung. Das Hauptgebäude der Jagsttalschule, stammt von 1978 und umfasst neben den Theorieräumen auch einen Werkstattbereich und eine Küche. An das Hauptgebäude angeschlossen sind eine Sporthalle und eine Schwimmhalle. Beide Einrichtungen werden für den Schulsport der Jagsttalschule genutzt und stehen entgeltlich auch Dritten zur Verfügung.

Fassaade ist über 40 Jahre alt

Die Fassade der Jagsttalschule ist nach über 40 Jahren schadhaft und undicht, hieß es. Ein kleiner Teilbereich der Fassade (Schwimmhalle, Lehrküche und ein Innenhof) wurde 2018 bereits erneuert und energetisch ertüchtigt. Der Großteil ist jedoch noch unsaniert und soll mit einer neuen Fassadenkonstruktion mit getrennten Aluminiumprofilen unter Einbeziehung der aktuellen energetischen Vorschriften erneuert werden. Dadurch würden Energieverluste verhindert und die Gebäudehülle erfahre eine deutliche energetische Verbesserung.

Die Erneuerung der Fassade mit einer Gesamtlänge von 380 Metern und 1.100 Quadratmetern Fassadenfläche soll in fünf Bauabschnitten während des laufenden Schulbetriebs im Zeitraum von 2022 bis 2023 erfolgen. Hierzu gab es bereits ein erstes Abstimmungsgespräch mit der Schulleitung.

Zur Vermeidung von Wärmebrücken und Zugerscheinungen sollen auch Windfänge ertüchtigt und mit neuen Türanlagen ausgestattet werden.

Ein Aufzug wird eingebaut

Um an der Schule komplette Barrierefreiheit zu schaffen, soll ein Personenaufzug eingebaut werden. Der Schacht hierfür ist beim Haupteingang vorgesehen, die Fassade muss entsprechend angepasst werden.

Nur in den Ferien zu bauen, das sei angesichts der Größe des Vorhabens, nicht möglich, hieß es von der Verwaltungsbank. Der Schulbetrieb werde durch die abschnittsweise Räumung von Klassenzimmern jedoch nur wenig beeinträchtigt werden. Die Maßnahmen Trinkwassernetzerneuerung und Erneuerung der Heizleitungen hätten auch ohne Probleme im laufenden Betrieb durchgeführt werden können, wurde erinnert.

Die Arbeiten sollen nun im Januar ausgeschrieben werden, die Vergabe könne im Frühjahr 2022 erfolgen, sodass die Arbeiten im Sommer 2022 beginnen könnten. Je nach Marktsituation, Lieferzeiten und Bauverlauf könnte die Gesamtmaßnahme bis Ende des Jahres 2023 abgeschlossen werden.

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