Kirchenbezirk Aalen freut sich auf die neue Pfarrerin

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Bei ihrer Investitur gratulierten Pfarrerin Ursula Lochstampfer Dekan Ralf Drescher (rechts) und Schuldekan Dr. Harry Jungbauer.
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Dekan Ralf Drescher setzt Pfarrerin Ursula Lochstampfer auf die Pfarrstelle Lauchheim-Westhausen ein.

Westhausen. Ein wunderschönes Ambiente auf der Wiese vor der Kreuzkirche. Schon vor dem Festgottesdienst wird die Vorfreude auf die Wiederbesetzung nach einjähriger Vakanz deutlich. Dekan Ralf Drescher betont, dass „Frau Lochstampfer den besten aller Kirchenbezirke gewählt hat.“ Gottes Segen für den Start ins neue Amt, ruft der Dekan der neuen Pfarrerin zu.

Momentan lebe sie noch „auf Kisten im Pfarramt“. Bis 20. Oktober hat Ursula Lochstampfer, gebürtige Hohenloherin. Die zuletzt drei Jahre lang im Taubergrund auf der Pfarrstelle II in Weikersheim tätig war, noch Urlaub. „Dann wollen wir gemeinsam durchstarten“, sagt sie.

Zum Werdegang: Geboren wurde sie in Eschental bei Kupferzell, wo sie kirchliches Leben von klein auf erlebt habe, weil ihr Vater dort 30 Jahre lang Pfarrer war. Erst habe es einen „Umweg“ für sie gegeben – bis zum Physikum studierte sie Medizin, dann der Wechsel zur Theologie, Studium in Heidelberg und Tübingen. Das Vikariat absolvierte sie in Langenburg. Jetzt die erste ständige Pfarrstelle. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und viele Begegnungen“, sagt die Pfarrerin. Gerade nach Corona sei Aufbruchstimmung spürbar, so ihre ersten Eindrücke.

Dekan Ralf Drescher verpflichtet Ursula Lochstampfer in Wort und Sakrament und nimmt die Segnung vor.

Die Zeugen haben Vielsprechendes zu erzählen. Frauke Winter hatte zusammen mit Ursula Lochstampfer das Vikariat gemeistert und „sie hat das Gipfelkreuz immer fest im Auge gehabt“, sagt Winter.

Es sei eine Freude gewesen, mit Ursula Lochstampfer zusammen in Weikersheim zu arbeiten, betont Andreas Vogt. „Die Gemeinden unter der Kapfenburg können sich auf eine fleißige, fröhliche und Gemeinschaft pflegende Pfarrerin freuen“, sagt Vogt.

Von Lebensträumen spricht Lochstampfer in ihrer Predigt, ausgehend vom Gleichnis „Vom Sämann.“ Alle hofften auf eine gute Ernte, manches verpuffe im Leben, nicht alles trage Früchte. „Ich werde mich einbringen in ihre Gemeinschaft, damit sich Erwartungen erfüllen können“, verspricht die neue Pfarrerin. So sei es auch im Gleichnis „Vom Sämann“ gewesen. Jesus Christus mache Mut zum Leben und Lochstampfer ruft auf, sich davon anstecken zu lassen und den Mut zu haben, das Wort vom menschenfreundlichen Gott in die Welt zu tragen.

„Es liegt Freude in der Luft“, eröffnete Schuldekan Dr. Harry Jungbauer den Reigen der Grußwortredner. „An den Schulen werden Sie gebraucht“, fügt er hinzu. Als junge Kollegin sei Ursula Lochstampfer für die Schulen ein großer Gewinn. Im Vikariat habe sie Spuren hinterlassen, betont Jungbauer in seiner Eigenschaft als Synodaler.

„Der gesamte Kirchenbezirk Aalen freut sich auf Sie“, meint der Vorsitzende des Kirchenbezirks, Heinz Schmidt. Jetzt gelte es, dies mit Leben zu erfüllen. Schmidt appelliert, Kirchengemeinde und Pfarrerin mögen all die vielen Aufgaben gemeinsam schultern.

Pfarrer Matthias Reiner von der Seelsorge-Einheit Kapfenburg, schenkte der Kollegin einen Früchtekorb. „Wenn Du eine Zitrone bekommst, mach Limonade draus“, empfiehlt er. Entscheidend sei immer, „was man daraus macht.“

Die Bürgermeister von Lauchheim und Westhausen, Andrea Schnele und Markus Knoblauch, erstatten den Willkommensgruß der weltlichen Gemeinden und wünschen Ursula Lochstampfereine glückliche Hand und ganz viel Gesundheit.

Für den Kirchengemeinderat artikuliert Uwe Mohr: „Wir empfangen sie mit offenem Herzen und freuen uns, dass die Vakanz zu Ende ist.“ Lothar Schell

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