Notstromaggregat in Westhausen: Vorsorgen für den Ernstfall

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Wasserhahn
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Die Gemeinde will ein Notstromaggregat zur Sicherstellung der Wasserversorgung der Bürger in Krisenzeiten anschaffen.

Westhausen.

Das Thema einer erweiterten Krisenvorsorge ist inzwischen auch in Westhausen angekommen. Aufgrund der aktuellen politischen Lage könnte man meinen. Allerdings hat sich die Kommune bereits seit längerer Zeit schon um Zuschüsse für ein Notstromaggregat zur gesicherten Versorgung seiner Bürger mit Trinkwasser bemüht.

Vorrat für nur 24 Stunden

Lediglich für rund 24 Stunden reiche der Trinkwasservorrat in den bestehenden Behältern. Werden diese mangels stromgetriebener Pumpen nicht weiter aus den tiefer liegenden Brunnen versorgt, säßen die Bürger schnell auf dem Trockenen. Wobei durchaus Szenarien, wie Terror- und Hackerangriffe ausschlaggebend für die Kaufüberlegungen waren.

Und heute lägen solche Ereignisse näher denn je. Über die Kürze der Bevorratung von nur wenigen Stunden zeigten sich einige Räte durchaus überrascht, so dass am Ende bei einer Enthaltung ein einstimmiger Beschluss zur Anschaffung eines Notstromaggregats gefasst werden konnte. Andreas Heiß von der Ostalbwasser GmbH schilderte die weiteren Details. Zwar verfüge seine Gesellschaft über eigene Notstromaggregate. Punktuelle Ausfälle der Wasserversorgung in den von der Ostalbwasser betreuten Netzen könnten damit gemeistert werden. Läge jedoch ein Großereignis vor, das flächendeckende Ausfälle mit sich ziehen, so könnten lediglich Kommunen mit eigenen Notstromaggregaten die Versorgung ihrer Bürger sicher stellen. Dazu habe die Gemeinde Westhausen nun die Zusage für zweckgebundene Zuschüsse erhalten. Bei Fördergeldern in Höhe von 62 000 Euro wird mit insgesamt rund 135 000 Euro Anschaffungskosten gerechnet. Hinzu käme eine Garage, in der das Aggregat sicher abgestellt sei. Als mobiles Gerät vorgesehen, könnte das Aggregat an die jeweils unterschiedlichen Hochbehälter und Brunnen transportiert werden, um so bei Stromausfällen vor Ort arbeiten zu können.

Mit 150 Kilowatt Leistung habe das Gerät allerdings eine Lieferzeit von 30 Wochen. Die Nachfrage nach solchen Aggregaten sei stark gestiegen. Insbesondere durch den Krieg in der Ukraine.  

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