Pfarrerin Damaris Langfeldt sagt der Ostalb adieu

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Beim Abschiedsgottesdienst im Grünen: (v.li.) Schuldekan Dr. Harry Jungbauer, Pfarrerin Damaris Langfeldt, Kirchengemeinderätin Marlies Weber, Dekan Ralf Drescher und der Vorsitzende der Bezirkssynode Heinz Schmidt.

Bewegender Gottesdienst im Grünen zum Abschied der Pfarrerin von Lauchheim-Westhausen.

Westhausen. Es war eine Feier unter freiem Himmel, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Und doch spielte auf der Wiese vor der Kreuzkirche in Westhausen etwas Wehmut mit. Bei einem bewegenden Gottesdienst wurde Pfarrerin Damaris Langfeldt von der evangelischen Kirchengemeinde Lauchheim-Westhausen verabschiedet.

Die Seelsorgerin wechselt nach über sieben Jahren aus familiären Gründen zur evangelischen Kirchengemeinde "NeuSteinHofen" bei Bad Cannstatt.

In ihrem Abschiedsgottesdienst erinnert sie, wie herzlich sie aufgenommen wurde und Teil dieser Gemeinde sein durfte. Ihre Predigt stellt sie unter das Thema "Lebenswege". So müsse man – wie seinerzeit Abraham – loslassen können und auf Neues zugehen. "Ich bin gespannt, was mich in der neuen Pfarrstelle erwartet und freue mich nun auf die Nähe zu meiner Familie", sagt die evangelische Pfarrerin, die neugierig sei auf neue Begegnungen.

Die Entpflichtung von Pfarrerin Langfeldt nimmt Dekan Ralf Drescher vor. Er dankt für ihr großartiges Engagement und ihren unerschöpflichen Schaffensdrang. Es klingt fürsorglich, als er sagt: "Sie haben sich nicht geschont – passen sie auf sich auf."

Auch Pfarrerin Elke Lichtenstein kennt Kollegin "Dami" als Powerfrau. "Eine, die motiviert, Ideen hat und von früh bis spät ackert." Der Frau hinter der Power wünscht sie ein neues Gemeindezuhause, das sich über ihre Ankunft freut.

Schade, dass die "stets fröhliche Pfarrerin" in die Metropolregion Stuttgart wechselt, findet Schuldekan Dr. Harry Jungbauer. Er erzählt von Langfeldt als Brückenbauerin zwischen den Regionen und als Religionslehrerin mit direktem Draht zu den Menschen. Aber auch davon, wie sie bei der Gestaltung des Jugendkreuzwegs mitgewirkt hat.

Wegen der derzeitigen Regelungen zwar mit Abstand aber doch eng mit Pfarrerin Langfeldt verbunden fühlt sich Westhausens Bürgermeister Markus Knoblauch. "Kommen und gehen bestimmt unser Leben", so wie er sagt. Die Theologin habe viel bewegt und so freue er sich, zusammen mit Lauchheims Bürgermeisterin Andrea Schnele beim Abschiedsgottesdienst nochmals "Ade" sagen zu dürfen.

"Hautnah auf Du und Du – kam sie auf die katholische Kirchengemeinde zu." In Reinform lassen die katholischen Pfarrer Matthias Reiner und Dr. Pius Adiele zusammen mit Gemeindereferentin Anja Thumm die Zeit Revue passieren. Dass die evangelische Pfarrerin "ihre Route neu berechnet hat" bedauern sie.

Aber auch die vielen anderen dankbaren und emotionalen Grußworte lassen spüren, wie sehr die junge Pfarrerin den Menschen ans Herz gewachsen ist.

Doch sind die Koffer schon gepackt. Nur noch bis 31. Juli ist Pfarrerin Damaris Langfeldt bei der evangelischen Kirchengemeinde Lauchheim-Westhausen im Amt. Dann wird Pfarrerin Gesine Traversari (Neresheim) vorübergehend die Geschäfte übernehmen.

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