Propsteischule – es ist vollbracht!

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Die Propstgeischule ist saniert. 40 Jahre soll nun Ruhe sein.
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Nach fünf Jahren "Ferien-Bauzeit" freuen sich die Verantwortlichen an der Gemeinschaftsschule in Westhausen über eine Sanierung, die das Schulmodell baulich aufgreift und unterstützt.

Westhausen

Aufatmen an der Propsteischule. Nach Jahren der Umbauten ist nun alles fertig. Fast. Ein paar Kleinigkeiten noch, aber dann darf sich die Schulgemeinschaft über eine rundum gelungene Sanierung freuen. Für Bürgermeister Markus Knoblauch war der Dienstag daher ein "freudiger Tag, denn das Gröbste liegt jetzt hinter uns".

Insgesamt rund 8,5 Millionen Euro hat Westhausen am Ende investiert, um die Schule baulich in die Zukunft zu führen. Etwa 2,7 Millionen Euro Zuschüsse kamen hierfür vom Staat. Dennoch bleibt das Projekt die teuerste Maßnahme in der Geschichte der Gemeinde.

Erfolgsgeschichte seit 2012

Bevor Knoblauch allen am Projekt Beteiligten für ihre Arbeit, Geduld und Hilfe dankte, blickte er zurück. 2011 stand der Schulstandort Westhausen am Scheideweg, bekannte er. Die Gemeinde habe die Chance genutzt, die die Bildungsreform der Landesregierung brachte, und sich als Gemeinschaftsschule beworben. Erfolgreich. Im September 2012 fiel der Startschuss und die Propsteischule wurde eine von 42 Starterschulen. "Für uns begann eine Erfolgsgeschichte", blickt Knoblauch auf den dritten Realschuljahrgang, der gerade die Schule verlassen hat, und auf aktuell 452 Schülerinnen und Schüler, die dort unterrichtet werden. "Das geht in die richtige Richtung", freut er sich.

Bereits 2013 war klar, dass baulich nachjustiert werden musste, um die Aufgabe Gemeinschaftsschule zu meistern. Das Büro ACT wurde mit den Planungen beauftragt. Im Mai 2016 gab es den Spatenstich und seitdem, fünf Sommer hintereinander, hat Architekt Mathis Tröster an der Schule alles umgesetzt, was nötig war.

Baustruktur folgt Schulkonzept

Stolz ist Tröster, dass keine Interims-Containerlösungen her mussten. "Das hat uns sicher rund eine Million Euro erspart", sagt er. Möglich gewesen sei dies, weil sich Tröster sehr früh in der Schweiz mit dem Schulmodell vertraut gemacht habe und so erfuhr, wie das Konzept in eine bauliche Form gegossen werden kann. Viele Voraussetzungen an der Propsteischule waren vorhanden und durch "kluge Veränderungen der Wegebeziehungen und Anbauten an den richtigen Stellen" konnte der Schulbetrieb trotz Bauphasen stets weiterlaufen. Es freut ihn, dass das Regierungspräsidium die Propsteischule nun als Modell verwende, um im Land zu zeigen, was auch in Bestandsbauten möglich ist, sagt Tröster.

Neue Wege, neue Räume

Entstanden ist nun ein lichtdurchflutetes, modernes, barrierefreies Schulhaus mit multifunktional nutzbarer Mensa. Die Klassenstufen sind zu Clustern zusammengefasst und haben räumlich ihre eigenen Bereiche. So konnten Flure baulich so verändert werden, dass aus ihnen Lernräume wurden. Musische und die technischen Disziplinen wurden zusammengezogen. Die Naturwissenschaftsräume – mit modernster Technik ausgestatten – sind im EG konzentriert. Auch an das 45 Köpfe zählende Lehrerkollegium wurde gedacht – mit modernen Arbeitsplätzen und offenem Lehrerzimmer.

Schulleiterin Monika Hecking-Langner ist glücklich, dass die Propsteischule nun "ein toller Ort des Lernens und des Lebens ist". Die Inhalte der Gemeinschaftsschule ließen sich erstklassig umsetzen. "Die Räume unterstützen unsere Lernkultur", sagt sie. Besonders freut sie die Mensa, die Ort der Begegnung sei, der wegen Corona gerade schmerzlich vermisst werde. Konrektor Matthias Rief betont, dass dort ein Team des Hauses Lindenhof täglich frisch mit regionalen Produkten kocht.

Digital ist die Schule bereits gut unterwegs, gibt es doch einen direkten Glasfaseranschluss. Westhausen hat der Schule jüngst 75 Tablets gekauft, die Schüler ausleihen können, die daheim über keine Endgeräte für Homeschooling verfügen.

Das fehlt noch

Die Außenanlagen sind noch nicht komplett. Hier ist ein Kleinspielfeld geplant. Und bereits im Mai 2020 wollte die Firma Apex mit Kindern und Eltern auf dem Schulgelände Spielgeräte aufstellen. "Das holen wir im Mai 2021 nach", sagt Knoblauch. Er und die Schulgemeinschaft hoffen, dass 2021 auch groß Eröffnung gefeiert werden kann.

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