Sanierung der Jagsttalschule startet

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Grün = Bereits energetisch saniert (2018) Rot = 1. Bauabschnitt (Sommerferien 2022) Orange = 2. Bauabschnitt (Sommerferien 2023)
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Das Gremium hat einstimmig die ersten Gewerke für Fensterbau und Rohbauarbeiten vergeben. Die Bauarbeiten laufen in den Sommerferien 2022 und 2023.

Westhausen

Die Sanierung der Jagsttalschule in Westhausen kann starten. Der Kreis-Finanzausschuss hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, die Fensterbauarbeiten an die Firma Kräss GlasCon GmbH (Neu-Ulm) zum Preis von rund 431.000 Euro zu vergeben. Die Rohbau- und Abbrucharbeiten übernimmt die Firma HS Bau GmbH & Co. KG (Hammelburg) für 258.000 Euro.

Das Hauptgebäude des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums Jagsttalschule stammt aus dem Jahr 1978. Es umfasst neben den Theorieräumen auch Werkstattbereiche und Küchen. An das Hauptgebäude direkt angeschlossen sind eine Sporthalle und eine Schwimmhalle. Beide Einrichtungen werden für den Schulsport genutzt und stehen entgeltlich auch Dritten zur Verfügung.

Die Fassade der Jagsttalschule Westhausen ist nach über 40 Jahren schadhaft und undicht. Im Dezember 2021 hat der Kreisausschuss für Bildung und Finanzen daher beschlossen, dass dort die Fassade erneuert wird, die Windfänge ertüchtigt werden, und ein Personenaufzugsanlage angebaut werden soll. Gesamtkosten: voraussichtlich 2,115 Millionen Euro.

Bau läuft in den Sommerferien

Um den Schulbetrieb so wenig wie möglich zu stören, werden die Arbeiten größtenteils in den Sommerferien erledigt – Bauabschnitt 1 im Jahr 2022, und Bauabschnitt 2 im Jahr 2023.

Der Landkreis hat die Baumaßnahmen ausgeschrieben. Im ersten Bauabschnitt 2022 steht das Hauptgewerk Fensterbau an. Knapp 500.000 Euro wurden hierfür kalkuliert. Fünf Angebote gingen ein. Die Firma Kräss machte das Rennen.

Doch was bei dieser Position gespart wird, muss beim Gewerk Rohbau- und Abbrucharbeiten draufgelegt werden. Die Kosten hierfür waren in beiden Bauabschnitten auf insgesamt 158.000 Euro kalkuliert worden. HS Bau verlangt aber 257.689 Euro. Eine erneute Ausschreibung lasse bei der derzeitigen Auslastung der Unternehmen nicht erwarten, dass weitere Angebote abgegeben würden, meint die Verwaltung und empfahl, die Arbeiten an die HS Bau zu vergeben.

Vergeben werden müssen nun noch die Gewerke Sonnenschutz (im ersten Bauabschnitt kalkuliert mit 51.000 Euro) und Außenanlagen für die Bauabschnitte 1 und 2 (kalkuliert mit insgesamt 92.500 Euro). Auch für die Gewerke Dachabdichtung (9000 Euro) und Schreiner (52.000 Euro) ging kein Angebot ein.

Die Gesamtvergabesumme von 832.378 Euro liegt nun um rund neun Prozent über dem Ansatz in der Kostenberechnung. Angesichts der Marktlage mit Lieferschwierigkeiten und Materialengpässen empfahl die Verwaltung aber, in den sauren Apfel zu beißen. Der Ausschuss tat dies einstimmig.

Ende 2022 wird der 2. Bauabschnitt des Hauptgewerks der Fensterbauarbeiten öffentlich ausgeschrieben. Dann ist eine Gesamtkostenprognose möglich. Im Haushaltsplan 2022 sind für die Fassadenerneuerung zunächst 700.000 Euro bereitgestellt. Die weiteren benötigen Mittel werden im Haushaltplan 2023 bereitgestellt.

Das Land Baden-Württemberg gibt einen Zuschuss in Höhe von 1,596 Millionen Euro, das entspricht 80 Prozent der veranschlagten Kosten.

Die Jagsttalschule aus der Vogelperspektive. Grün markiert sind Flächen, die bereits 2018 energetisch saniert wurden. Rot markiert ist der 1, Bauabschnitt, der in den Sommerferien 2022 starten soll. Gelb markiert ist der zweite uabschnitt, mit dem in den Sommerferien 2023 begonnen wird.

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