Seniorengerechtes Wohnen in Westhausen

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Außenansicht eines der beiden Gebäude für seniorengerechtes Wohnen mit neun barrierefreien Mietwohnungen.
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Wie das Angebot in der Gemeinde zurzeit erweitert wird.

Westhausen. Seit vielen Jahren kooperiert die Gemeinde Westhausen bei der Betreuung von Senioren mit Stiftung Haus Lindenhof. Begonnen hat die Zusammenarbeit 2007 mit dem Bau des Seniorenheims St. Agnes in unmittelbarer Nähe des Rathauses.

Eine Begegnungsstätte und eine sogenannte Tagespflege ist im weiteren Verlauf dazugekommen. Zudem betreibt die Stiftung mit Erfolg die Mensa der Propsteischule Westhausen. Jetzt will Haus Lindenhof mit der Fertigstellung zweier Wohngebäude ihr Angebot erweitern. Dazu war der Gemeinderat eingeladen, sich ein Bild vor Ort zu machen.

„Ein Herzensprojekt“, wie es Bürgermeister Markus Knoblauch umschreibt. 2018 sei er mit dieser Idee auf die Stiftung Haus Lindenhof zugegangen. Insgesamt 18 barrierefreie Wohnungen in unterschiedlichen Größen von 46 bis 73 Quadratmetern sind nun daraus entstanden. Wobei neun Wohnungen zum Verkauf angeboten wurden. Diese seien auch schon verkauft, freut sich Dr. Achim Hollenbach in seiner Funktion als Bereichsleiter der Altenhilfe.

Weitere neun Wohnungen werden zur Vermietung angeboten. Sechs seien ebenso schon fest vergeben. Die weiteren Projektdetails erläuterte Christian Kestler, Regionalleiter der Stiftung in Aalen und Ellwangen. Zweckgebunden werden demnach alle Wohnungen ausschließlich für Menschen ab 60 Jahren angeboten. Jüngere Interessenten haben ebenso die Möglichkeit zur Miete, wenn Unterstützungsbedarf im Alltag besteht. Mit dem Wohnraum sei ein Grundpaket aus Versorgungsleistungen verbunden. Dazu gehöre Beratung und Hilfe bei der Erledigung in Gesundheits- und Alltagsfragen, ein Hausnotruf, ein Schlüsselnotdienst sowie ein Freizeit- und Ausflugsprogramm.

Monatlich werden 139 Euro für diese Leistungen berechnet. Darüber hinaus können weitere Angebote gebucht werden: zum Beispiel regelmäßige Besuche, hauswirtschaftliche Hilfen, Einkaufsdienste sowie die Organisation von Mahlzeiten. „Selbst bestimmt leben“. Mit diesem Motto wollen die Projektteilnehmer das Angebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf im Alltag innerhalb der Gemeinde Westhausen erweitern. Schön wäre, wenn die Bewohner Freude an gemeinschaftlichen Aktivitäten mitbringen würden, hieß es. Denn darauf baue das Konzept auf, dass niemand in Einsamkeit und auf sich allein gestellt alt werden müsss.Gerold Wenzel

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