Westhausen bekommt ein Blaulichtzentrum

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Die Fläche, auf der das neue Blaulichtzentrum von Westhausen entstehen soll, aus der Luft gesehen.

Das geplante neue Feuerwehrhaus wird um eine neue Polizeidienststelle erweitert.

Westhausen. Der Trend, alle Blaulichtorganisationen einer Gemeinde unter einem Dach zu vereinen, setzt sich auch in Westhausen fort. Die Planungen für das neue, kleine Blaulichtzentrum sind beendet – und eine weitere Änderung hat sich ergeben: Die Polizei von Westhausen baut auf dem Gelände der neuen Feuerwache ihre neue, moderne Polizeidienststelle.

„Die Entscheidung des Landes Baden-Württemberg freut uns wirklich sehr. Jetzt kann auch die Polizeidienststelle, von ihrem jetzigen Standort im Rathaus von Westhausen, auf das künftige Gelände des neuen Feuerwehrgebäudes an der B29 umziehen. Nun haben alle Blaulichtorganisationen der Gemeinde ihre neue, gemeinsame Heimat gefunden“, sagt Bürgermeister Markus Knoblauch stolz.

Seit Jahren zerbricht man sich in der Gemeindeverwaltung und der Feuerwehr die Köpfe darüber, wie das Rettungswesen in der Gemeinde modernisiert und effektiver gestaltet werden kann. „Die Entscheidung, ein neues Feuerwehrhaus zu bauen, ist letzten Endes nur konsequent. Das jetzige Feuerwehrhaus entspricht sowohl in der Größe als auch im Raumprogramm und Ausstattung nicht mehr den aktuellen Anforderungen“, so Knoblauch.

Auch zuständig für Teil der A7

Im Gemeinderat stand anfangs als Alternative zum Neubau eine Generalsanierung des Gebäudes zur Diskussion. Zwei Dinge sprachen aber dagegen. Zum einen stünden die Kosten einer Sanierung in keinem vernünftigen Verhältnis zu einem Neubau. Ein ebenso großes Gewicht in der Entscheidungsfindung hatte auch die jetzige Lage des Feuerwehrhauses im Finkenweg in Westhausen. Das heute große Wohngebiet, das in den vielen Jahren rund um das Feuerwehrhaus gewachsen ist, gilt schon seit langem als ungeeignet für Martinshorn und Blaulicht. Die Anwohner fühlen sich gestört, wenn die Feuerwehr zu einer ihren zahlreichen Einsätze im Jahr ausrückt. Unter anderem ist die Feuerwehr Westhausen für einen Teilabschnitt der Autobahn A7 und für die Sicherheit des Agnesburgtunnel zuständig. Häufige Einsätze sind da die Regel. „Schon allein das macht den neuen Standort an der B29 zu einen idealen Blaulichtstützpunkt, da sich die Anfahrtszeiten dorthin um einiges verkürzen“, glaubt Knoblauch.

Dem neuen Westhausener Blaulichtzentrum steht eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern im Gewerbegebiet „Bohlerstraße“ zur Verfügung. Entstehen soll ein Feuerwehrhaus in Holzrahmen-Bauweise. Die neu hinzugekommene Polizeidienststelle wird ebenfalls von der Gemeinde gebaut. Das Land zahlt Westhausen dann dafür eine entsprechende Miete. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro.

Spatenstich im Juli

Im April dieses Jahres sollen die ersten Bauausschreibungen vergeben werden und im Juli soll der erste Spatenstich erfolgen. Anfang 2024 rechnet man in Westhausen mit der Fertigstellung des neuen Blaulichtzentrums. „Wir hoffen natürlich auf gute Ausschreibungsergebnisse. Die Baukosten sind in letzter Zeit doch sehr gestiegen“, sagt Westhausens Ortsbaumeister Dietmar Kuhn. der die Leitung der Baumaßnahme übernehmen wird. ⋌Martin Bauch

So sieht das neue Blauchlichtzentrum auf dem Plan aus.
Ortsbaumeister Dietmar Kuhn (vorne) und Bürgermeister Markus Knoblauch besichtigen den Standort für das neue Blauchlichtzentrum.

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