„Westhausener Lastenrädle“ startet

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v.l. Werner Schneider (Raiffeisenbank), Felix Abele (e-motion), Markus Knoblauch, Peter Kuch, Karolin Madlinger, Stefan Schwab, Verena Mischo, Christine Graf
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Gerätering-weShare stellt das Projekt zur Verkehrswende vor. Cargobike-Roadshow im September.

Westhausen. Westhausen will Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein. Das gelingt immer mehr. Nun wurde als neuestes Projekt das „Westhausener Rädle“ eingeführt. Der Westhausener Gerätering-weShare hat nun das Projekt Verkehrswende Westhausen-Lasterräder vorgestellt. Dazu wurden über die Firma ortsansässige Firma E-Motion insgesamt vier Lastenfahrräder angeschafft. Zwei wurden nun geliefert.

Kurzstrecken sind belastend

Peter Kuch, der zweite Vorsitzende des Vereins Westhausener Gerätering-weShare hat hierzu ein Konzept erarbeitet. „Kurzstrecken mit Verbrennungsmotor im Ort sind besonders belastend, da der Katalysator erst nach einigen Kilometern wirkt“, erklärte er bei der Vorstellung der Lastenräder. Diese Alternative soll Spaß und Freude bereiten und nicht zuletzt Abhilfe bei Parkplatzproblemen schaffen, sowie den lokalen Einzel-Handel stärken.

Insgesamt vier Lastenräder

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten nun nur zwei Lastenfahrräder in Betrieb genommen werden. Weitere zwei werden noch geliefert. Insgesamt entstehen dabei Kosten in Höhe von 22 000 Euro für die vier Lastenräder. Die Stadt Westhausen hat sich sofort bereiterklärt 3 000 Euro zu übernehmen.

Auch Werner Schneider von der Raiffeisenbank Westhausen sagte: „Wir mussten nicht lange überlegen, um dieses Projekt zu unterstützen.“ „Es gibt schon die ersten Buchungen,“ bestätigte der Vorsitzende des Vereins Stefan Schwab. Die Räder können nicht nur Lasten bewegen, es sind auch Sitze für Kinder oder andere Mitfahrer eingebaut. Betrieben werden die Räder wie ein Fahrrad mit Elektrounterstützung. Bei einer Probefahrt war es sehr angenehm, mit dem Rad unterwegs zu sein.

Bürgermeister Markus Knoblauch dankte dem Verein für seinen Beitrag zum Klimaschutz. „Klimaschutz ist uns sehr wichtig, deshalb haben wir auch eine Klimamanagerin im Amt,“ betonte er.

Die Lastenräder schließen nun die Lücke zwischen Fahrrad und Auto. Gefördert wird das Projekt auch durch das LEADER-Programm in der Jagstregion.

LEADER fördert das Projekt

Karolin Madlinger, die Leiterin der Geschäftsstelle von der LEADER lobte das bürgerschaftliche Engagement für die gesamte Gemeinde. Schließlich sollen die Räder verstärkt den Bewohnern der Teilgemeinden zur Verfügung stehen. Deshalb unterstützt LEADER das Projekt mit 80 Prozent.

Kulturmanagerin Verena Mischo sagte: „Alleine kann ich die Welt nicht umdrehen, aber mit solchen Projekten ein wenig dazu beitragen.“ Bisher gibt es circa 140 solche Projekte mit Lastenfahrrädern. Die nächsten sind in Ulm und Stuttgart. „Eine schöne Achse Ulm-Westhausen-Stuttgart,“ freute sich Knoblauch. Er kündigte an, dass am 9. September vor dem Landratsamt des Ostalbkreises in Aalen eine Cargobike-Roadshow stattfinden wird.

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