Wieder Regelbetrieb

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Foto: OLIVER GIERS
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Wo es noch freie Plätze in den Kindergärten gibt und wo nicht.

Westhausen. Jahr für Jahr wünscht sich die Kommune möglichst eine Punktlandung, was die kalkulierten Belegungszahlen aller Kindergarteneinrichtungen der Gemeinde anlangt. Welche Schwierigkeiten wiederholt dahinter stecken, erläuterte Hauptamtsleiterin Theresa Ziegler den Gemeinderäten anhand aktueller Zahlen.

Unkalkulierbare Größen seien demnach in Hauptsache Zu- und Wegzüge sowie ungeborene Kinder, deren Anmeldung erst noch bevorstehe. Frisch ausgewiesene Neubaugebiete verstärkten diesen Effekt. Bürgermeister Markus Knoblauch ergänzte mit Blick auf eine umsichtige Haushaltsplanung. Zu wenige Plätze vorgehalten, widerspreche der gesetzlichen Vorgabe. Zu viele belasten unnötigerweise die kommunalen Finanzen.

Pandemische Lage führt zu ungeahnten Schwierigkeiten

Der Rechtsanspruch an einem Kindergartenplatz für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr bestehe seit 2013. So habe die pandemische Lage ergänzend zu nie geahnten Schwierigkeiten beigetragen. Bei teilweisen Komplettschließungen musste dennoch eine Notbetreuung eingerichtet werden. Quarantänemaßnahmen waren bei einzelnen Kindern und Erzieherinnen bedauerlicherweise gegeben. Umsichtige Schutzmaßnahmen führten jedoch zu keinem Corona-Ausbruch in keiner der zahlreichen Einrichtungen der Gemeinde. Aktuell sei wieder „etwas Alltag“ in die Einrichtungen eingekehrt, sagte Ziegler weiter. Demnach finde ein Regelbetrieb, aber weiterhin unter Pandemiebedingungen statt.

Für Neuanmeldungen von Kindern werde nach wie vor mit einem Punktesystem nach sozialen Gesichtspunkten verfahren. Faktoren wie Geschwisterkinder, Beruf und Beschäftigungsumfang der Eltern spielten eine wichtige Rolle. Größtenteils konnten die Wunscheinrichtungen der Eltern auch berücksichtigt werden. Insbesondere konnte allen Kindern ein Platz geboten werden, sagte Ziegler. Im Moment seien im Kindergarten Reichenbach noch fünf Plätze frei. Der katholische Kindergarten könne noch einen Platz bieten. In Lippach stünden sechs Plätze zur freien Verfügung und im Naturkindergarten ganze neun Plätze. Der Kindergarten Westerhofen hingegen sei belegt. Probleme bereiten der Gemeinde nach wie vor die kurzfristig eingehen Anmeldezahlen der vom Schuleintritt nochmals zurückgestellten Kinder, da diese erst spät im Jahr bekannt werden. Für Juli 2022 werden insgesamt 275 Plätze vorgehalten. Dies stelle den kalkulierten Bedarf dar. 254 Plätze seien davon bereits belegt, so Ziegler abschließend. Gerold Wenzel

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