300 Termine in sechs Stunden

+
Der Abtsgmünder Dieter Schnizler erhält seine Booster-Impfung.

Fast 600 Menschen nutzen im Kochertal am Wochenende das Angebot der mobilen Impfteams.Was die Beteiligten sagen. Von Jürgen Eschenhorn

Hüttlingen/Abtsgmünd.

Weiter sind die mobilen Impfteams des Landkreises in den Gemeinden unterwegs. Am Wochenende nutzten fast 600 Menschen im Kochertal diese Gelegenheit zu einer weiteren niederschwelligen Corona-Impfung.

Sowohl in Hüttlingen als auch in Abtsgmünd hatten die Gemeindeverwaltungen im Vorfeld die Anmeldungen für die Impfaktion online entgegengenommen. In beiden Gemeinden waren für die jeweils sechs Stunden letztlich 300 Impftermine eingeplant.

„Wir unterstützen die Impfkampagne gerne mit unserer Verwaltung, um ein solches niederschwelliges Angebot für die Bürger anbieten zu können“, sagte Hüttlingens Hauptamtsleiter Franz Vaas beim Besuch der Aktion am Samstag im Bürgersaal. Mit einem Angebot vor Ort erreiche man die Bürger eher, ein weiterer Termin werde geplant.

Unterstützt wurde das Ärzteteam in Hüttlingen von erfahrenen Mitarbeitern der Malteser, eine Mitarbeiterin der Gemeinde kontrollierte die Termine der Impfwilligen. Knapp 270 Personen hatten sich angemeldet, der größte Teil wollte sich boostern lassen. Aber auch eine Reihe erst- und Zweitimpfungen wurden verabreicht. Die beiden Ärzte informierten in einem Aufklärungsgespräch und kontrollierten die Unterlagen, die Malteser sorgten für die Impfungen und den Impfstoff.

Gabriela Merz begleitete ihren 14-jährigen Sohn zur Booster-Impfung. „Das Virus ist so unberechenbar von fast keinen Symptomen bis zum Tod, da ist die Impfung die einzige Möglichkeit zum Schutz. Das sehen auch unsere Kinder so, aus eigener Überlegung“, sagte die Mutter. „Wir haben in der Familie abgewogen, ob wir uns impfen lassen“, ergänzte sie. Eine Schwägerin habe sich zu Anfang der Pandemie angesteckt und sei immer noch berufsunfähig und stark eingeschränkt.

300 Termine in der Kochertalmetropole

In Abtsgmünd waren rund 300 Termine für die Aktion in der Kochertalmetropole vergeben worden. Bereits wiederholt hatten solche Impfaktionen stattgefunden, die Termine waren wieder schnell ausgebucht gewesen, wie Gisela Bauer von der Verwaltung sagte. Sie empfing die Impfwilligen und kontrollierte die Impfberechtigung. Im weiteren Verlauf führten zwei Ärztinnen die Aufklärungsgespräche mit den Patienten, Mitarbeiter des DRK unterstützten von der Erfassung der Daten über das Impfen bis zur Kontrolle des Ruhebereichs. Gefragt waren auch in Abtsgmünd weitgehend Booster-Impfungen. „Es ist gut, dass es ein einfaches Angebot vor Ort gibt, dass man sich impfen lassen kann, denn nur so wird unser Leben wieder normaler werden“, sagte Franziska Schmidt nach ihrer Impfung.

Gelobt haben die Patienten an beiden Orten den geregelten und zügigen Ablauf. In höchstens 45 Minuten war die Impfung für sie erledigt und sie konnten die Hallen wieder verlassen.

Ingrid Haag (links) und Carolin Vaas von den Maltesern bereiten im Bürgersaal die Spritzen vor. Im Hintergrund Geimpfte im Ruhebereich.
Thomas Koch (rechts) im Aufklärungsgespräch mit einer Ärztin. In der Mitte ein Mitarbeiter der Malteser beim Registrieren der Patientendaten.
Im Aufklärungsgespräch wird ein Abtsgmünder Ehepaar von der Ärztin (rechts) und einem DRK-Mitarbeiter auf die Impfung vorbereitet.

Zurück zur Übersicht: Kochertal

WEITERE ARTIKEL

Kommentare