40 Jahre Hilfe für Burkina Faso im Mittelpunkt

+
Die Kath. Kirchengemeinde Hüttlingen feierte einen außergewöhnlichen Missio-Gottesdienst. Foto: je
  • schließen

Wie Hüttlingen die jahrzehntelange Unterstützung des afrikanischen Landes würdig feierte.

Hüttlingen. Eine außergewöhnliche Messe erlebten die Besucher der Heilig-Kreuz-Kirche an diesem Sonntag. Wie schon am Vortag waren 40 Jahre Hilfe für Burkina Faso das bestimmende Thema, Werte wie Unterstützung für Notleidende, Empathie für andere, Hilfe für Andere standen im Mittelpunkt. Zelebrant war der ehemalige Pfarrer Gerhard Bundschuh, zusammen mit Pfarrer Gregor Rapa.

Pfarrer Bundschuh stellte in seiner Begrüßung die Entstehung der Burkina Faso-Hilfe kurz vor, die zuerst eine private Initiative war, dann in seiner Zeit in die Katholische Kirchengemeinde integriert wurde. Kirchengemeinderatsvorsitzender Willi Andert verwies auf ein Wort Jesu aus dem Evangelium, das zum Nachfolgen, sprich zum Miteinander der Menschen, zum Denken an andere Notleidende, zur Hilfe auffordert. Bundschuh ergänzte, es gebe eine Vielzahl von Ungerechtigkeiten, von Nöten überall auf der Welt. Rapa sagte, die Menschen müssten mehr an andere denken, mit Umweltzerstörung zugunsten von Luxus aufhören und ihren Horizont erweitern. Das seien unter anderem die Werte der Burkina Faso-Hilfe.

Statt einer Predigt stellte Christel Trach-Riedesser, Vorsitzende und treibende Kraft, die Burkina Faso-Hilfe mit einer Bilderschau vor. Sie sei seit 40 Jahren gelebtes Evangelium. Man merkte ihr bei ihrem Vortrag Engagement, Begeisterung und Freude an über den Erfolg der Aktion. Begonnen hatte alles in ihrer Schulzeit am KGW in Wasseralfingen, als mit Hilfe des Schulleiters drei Basare initiiert wurden.

Schnell entstand ein Netzwerk mit Helfern und weiteren Schulen, Vereinen und Klubs und anderen Helfern. Und vor allem mit zuverlässigen Helfern und Vertrauensleuten vor Ort in „einem bitterarmen Land“. Ziel sei es, „dort Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, den Menschen ihre Würde zu lassen“, wie Trach-Riedesser betonte. So habe man vor allem in ländlichen Gegenden für Bildung mit Schulen und Bibliotheken gesorgt, die inzwischen weiter gegeben werde, habe gelehrt, wie Felder und Gemüsegärten bestellt werden, Werkstätten für Analphabeten eingerichtet. Viele Produkte kaufe man vor Ort, um die Händler zu unterstützen. Man sorge für Mahlzeiten in den Schulen, und vieles mehr. Nächste Projekte der Aktion sind eine Nähstube und ein Labor in einem Krankenhaus, speziell für Menschen ohne Krankenversicherung – die dort rund 90 Prozent nicht haben. Sie verwies auch auf mehrere adoptierte Waisenkinder, die in Hüttlingen erfolgreich integriert sind.

Wie schon im Gottesdienst am Vorabend gab es viel Beifall für den Vortrag. Die Kollekte beider Gottesdienste kam der Aktion zu Gute. Musikalisch mitgestaltet wurde die Messe vom KGW-Chor unter Leitung von Margit Lang, sowie Mathias Schimmel mit Gesang,  Orgelbegleitung und weiteren Instrumenten. Am Samstag hatte das KGW-Percussion-Ensemble, geleitet von Hans-Jörg Beiderwellen-Fuchs mitgewirkt, sowie Katharina Hutter an der Orgel und weiteren Instrumenten.

⋌Jürgen Eschenhorn

Zurück zur Übersicht: Kochertal

Kommentare