Die Partei: Aalen soll an die USA verkauft werden

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Passend zur Gründung des Ortsverbands am Limesturm in Rainau sind Moritz Aprrich, Max Hafner, Lukas Diepelt, Christian Hoyer, Lorenz Hafner und Daniel Wendland (v.l.) in historischer Kleidung unterwegs.
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Bei der Gründung des Abtsgmünder Ortsverbands der Partei „die Partei“, stecken sich die Mitglieder ambitionierte Ziele für die kommende Kommunalwahl.

Abtsgmünd

Was ist das für eine Partei?“, wundert sich ein Passant, der Zeuge der Gründungsversammlung des Abtsgmünder Ortsverbands der Partei „die Partei“ wird. „Die Partei!“, antwortet Ortsverbandssprecher Christian Hoyer. Genau genommen die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative. Bei der Gründungsversammlung mit anschließender Ortsverbandsversammlung stecken sich die Mitglieder ambitionierte Ziele − mit ernstem Hintergrund.

Doch bevor sich die Mitglieder auf Ziele für die Kommunalwahl einigen können, musste ein Ortsverband gegründet werden. Lorenz Hafner wird von den drei wahlberechtigten Mitglieder einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Die Wahl um seine Vertretung geht einstimmig an Moritz Apprich. Schatzmeister wird mit zwei Stimmen und einer Enthaltung Lukas Diepelt. Um seine Arbeit zu prüfen, wird Max Hafner als Rechnungsprüfer und zudem als Vergnügungswart sowie Alkoholkommissar gewählt. Als Pressesprecher wird Christian Hoyer auserkoren, der Schriftführer posten geht an Daniel Wendland. Dann geht's ans Eingemachte: Das Wahlprogramm für die kommende Kommunalwahl 2024 wird diskutiert. Denn „man muss positiv in die Zukunft blicken“, merkt Sprecher Christian Hoyer an. Ideen haben die frischgebackenen Kommunalpolitiker genug für Abtsgmünd: einen Flughafen, einen Kreisverkehr an jeder Kreuzung oder die Ernennung der Gemeinde zur Kreisstadt. Damit das klappt, müsse Aalen zunächst an die Amerikaner verkauft werden.

Alles in allem sollen diese Ideen einem übergeordneten Ziel folgen. „Möglichst Satire und möglichst gute Entscheidungen“, sagt Christian Hoyer. Es brauche nicht viel, um zu erkennen, dass in der Politik „gerade viel falsch läuft“, führt er aus. An diesem Punkt wollen die Mitglieder des neuen Ortsverbands eine Alternative bieten. „Wir haben vor, wichtige Anliegen satirisch anzusprechen“, sagt Vorsitzender Lorenz Hafner.

Man muss positiv in die Zukunft blicken.“

Christian Hoyer

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