Abstand zum Wald reduziert Bauplätze

Abtsgmünd bringt Neubaugebiet „Kalkäcker“ in Neubronn auf den Weg.

Abtsgmünd. Die Gemeinde hat derzeit keine eigenen Bauplätze mehr zu verkaufen. Obwohl der Ansturm auf Wohnbaugelände spürbar zurückgegangen ist, freut man sich auf das kleine Neubaugebiet „Kalkäcker“ in Neubronn. Darüber wurde im Technischen Ausschuss beraten.

15 000 Quadratmeter ergeben 19 Bauplätze

19 Bauplätze für Einzelhäuser werden auf etwa 15 000 Quadratmetern entstehen. „Es hätten ein paar mehr sein können“, bemerkte Bürgermeister Armin Kiemel. Die Gemeinde musste die Anzahl verringern und den Entwurf des Bebauungsplanes verändern, weil der Waldabstand nicht eingehalten worden war.

Wald? Ja, denn zwischen dem künftigen Baugebiet und der Reitanlage beim Schloss steht eine Reihe von Bäumen. Die gelte als „Wald“, so der Bürgermeister unter Berufung auf einen Hinweis des Landratsamtes. Das heißt: 30 Meter Abstand von der Bebauung.

Claus-Peter Grimm vom Büro Grimm Ingenieure, Ellwangen, erläuterte den Ausschussmitgliedern weitere Details. Das Gelände fällt leicht in Richtung Süden, also in Richtung des Schlosses. Entwässern müsse man das Gebiet jedoch nach Norden, zur Hohenstadter Gasse hin. Einen Kanalanschluss nach Süden zu legen, käme zu teuer. Deshalb wird das Areal im Süden um etwa einen Meter aufgefüllt.

Die Folge ist: Kellergeschosse können ohne Hebeanlage nicht entwässert werden. Die Neigung der Straßen werde so gelegt, dass Starkregen in Richtung des Spielplatzes „Berg“ abfließen könne, so Grimm. „Normales Regenwasser fließt aber durch den Kanal“, ergänzte der Bürgermeister.

Hebeanlagen für Kellergeschosse notwendig

Claus-Peter Grimm ging die Liste der Anregungen und Hinweise von sogenannten „Trägern öffentlicher Belange“ und von Privatpersonen durch. Die war nicht lang. Der Geschäftsbereich Straßenverkehr des Landratsamtes vermisste Gehwege in der Planung.

Auf sie werde verzichtet, weil man sie in einem ruhigen Wohngebiet ohne Durchgangsverkehr nicht brauche. Und weil sonst die Bauplätze noch kleiner geworden wären. Auch auf öffentliche Parkplätze wird deswegen verzichtet.

Nicht erreicht werde die angestrebte Einwohnerdichte von 45 Personen je Hektar, bemängelte das Landratsamt weiterhin. Mehrfamilienhäuser passten dort städtebaulich nicht rein, sagte dazu Bürgermeister Armin Kiemel.

An anderen Orten in der Gemeinde sie die Besiedlungsdichte wesentlich höher, das gleiche sich so aus. Außerdem liege das Baugebiet direkt im Ort, eine große Baulücke quasi. Das sei auch ein Vorteil im Hinblick auf Flächenverbrauch und Umweltschutz.

Den Satzungsbeschluss will der Gemeinderat am Donnerstag fassen, die Empfehlung des Ausschusses fiel einstimmig aus. ⋌

⋌mam

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