Abtsgmünd erfasst seine Bäume jetzt digital

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Im Bild (v.l.): Bürgermeister Armin Kiemel, Ortsbaumeister Ralf Löcher, Bauhofleiter Wolfgang Schrem, Patrick Weber (ODR), Christoph Haas (Bauhof Abtsgmünd) und Lorenz Eitzenhöfer ODR beim Erfahrungsaustausch zum digitalen Baumkataster in Abtsgmünd.

Die ODR stellt der Kommune ein digitales Baumkataster zur Verfügung. Was das bedeutet.

Abtsgmünd. Die Gemeinde Abtsgmünd hat jetzt ein digitales Baumkataster. Was sich dahinter verbirgt?

Nach den gesetzlichen Vorschriften ist der Eigentümer eines Baumes verpflichtet, diesen regelmäßig auf seine Verkehrssicherheit zu prüfen. Kommt es etwa durch herabfallende Äste oder einen umstürzenden Baum der Gemeinde zu einem Schaden, haftet diese. Die Gemeinde ist jedoch besser abgesichert, wenn sie lückenlos belegen kann, dass Bäume regelmäßig und korrekt kontrolliert und gepflegt wurden und der Ast durch „höhere Gewalt“, beispielsweise bei einem Herbststurm, abgebrochen sein muss.

Doch wie belegt man das? Viele Gemeinden haben dies bisher mit einem DIN-A4-Ringbuch und Kugelschreiber protokolliert. In einer digitalen Welt gibt es bessere Werkzeuge als ein Ringbuch, zum Beispiel das digitale Baumkataster der ODR. Das Modul steht prinzipiell allen Gemeinden als kostenpflichtige Erweiterung des ODR-Geo-Portals zur Verfügung.

Die Gemeinde Abtsgmünd hat sich für die Einführung dieser Lösung entschieden. Bereits im Oktober 2020 wurde die Software für das Baumpflegemanagement der Gemeinde im ODR-Geo-Portal zur Verfügung gestellt. Bei einem Erfahrungsaustausch mit Bürgermeister Armin Kiemel, Ortsbaumeister Ralf Löcher und den Bauhofleitern Wolfgang Schrem und Christoph Haas bekamen Patrick Weber und Lorenz Eitzenhöfer von der EnBW ODR ein positives Feedback von der praktischen Anwendung des Baumkatasters.

Wolfgang Schrem geht von 3500 Bäumen aus, die gemeindeweit in das Baumkataster aufgenommen werden müssen. Davon befinden sich rund 1700 innerorts, der Rest liegt außerorts hauptsächlich an Straßen und Wegen. Inzwischen haben die Mitarbeiter der Gemeinde mit einem Outdoor-Tablet bei Wind und Wetter etwa zehn Prozent aller Bäume aufgenommen, per GPS positioniert, kontrolliert und Maßnahmen organisiert.

Wie Bürgermeister Kiemel sagte, erfüllt die Gemeinde damit künftig ihre Verkehrssicherungspflicht und kann effizient Maßnahmen organisieren, eine statistische Auswertung erstellen und vorausschauend planen.

Ortsbaumeister Löcher sieht es als praktikabel, dass er auch offline unterwegs sein kann und die Daten bei der nächsten WLAN-Verbindung auf Knopfdruck in die Datenbank im ODR-Rechenzentrum eingespielt werden. „Eine digitale Lösung mit echtem Mehrwert“, darüber waren sich alle Beteiligten einig.

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