Abtsgmünd: Hochzeitskleider im Rathaus statt auf der Messe

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Gaby Nagel, Inhaberin von Brautmoden Abtsgmünd, in ihrem neuen Pop-up Store für Hochzeitsmoden im Abtsgmünder Rathaus.
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Gaby Nagel, Inhaberin von „Brautmoden Abtsgmünd“, nutzt die ehemaligen Feuerwehrräume für Brautmode & Co.

Abtsgmünd. In Pandemie-Zeiten müssen Ladeninhaberinnen und -inhaber kreativ werden, so hat auch Gaby Nagel, Betreiberin des Fachgeschäfts „Brautmoden Abtsgmünd“ eine Idee verwirklicht. Sie hat in den derzeit leerstehenden ehemaligen Feuerwehrräumen im Rathaus einen sogenannten Pop-up-Store für Hochzeitsmoden eröffnet.

Platz für die Kollektion

„Bürgermeister Armin Kiemel, die Verwaltung und der Gemeinderat haben die Idee sehr unterstützt, hier zeitlich befristet weitere Anprobe- und Ausstellungsräume direkt gegenüber von meinem Geschäft zu schaffen“, freut sich Gaby Nagel. Denn nachdem Hochzeitsmessen und Ausstellungen in diesem Herbst wieder abgesagt wurden, brauchte sie Platz, um heiratswilligen Paaren Möglichkeiten zu bieten, ihre Kollektionen anzuschauen und probieren zu können. Das sei seit Pandemiebeginn mit den Regelungen nur eingeschränkt möglich, Messen mit Modeschauen schon gar nicht. Dabei seien die Auswahl des Brautkleides und des Anzugs sehr wichtig für das Gelingen des schönsten Tags. „Hier ist Platz für die Ausstellung vieler Modelle und es waren nur wenige gestalterische Eingriffe in den zweckmäßigen Räumen notwendig“, ergänzt die Inhaberin. Dekomaterial und Puppen stammen aus ihrem Messefundus.

Zunächst bis Ende des kommenden Jahres läuft der Mietvertrag mit der Gemeindeverwaltung. Derzeit stehen in den beiden Räumen Umstandsbrautkleider und Schnäppchen, Anzüge und Zubehör für den Herrn, im Mittelpunkt. Außerdem sind Kommunionkleider im Angebot.

Weitere wechselnde Aktionen sind dann im kommenden Jahr geplant, auch unter Mitwirkung weiterer Hochzeitsdienstleister. „Beispielsweise könnte ich mir Ausstellungen von Hochzeitsfotografen oder Blumenschmuck vorstellen“, sagt Gaby Nagel. „Jetzt bin ich froh, Teile aus meinem Lager präsentieren zu können.“

Angetan ist auch Bürgermeister Armin Kiemel. „Jetzt kann man im Rathaus nicht nur heiraten, sonder auch alles Notwendige dafür kaufen“, schrieb er in den sozialen Medien.

Jürgen Eschenhorn

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