Abtsgmünd will Pumptrack anlegen

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Senkrechtaufnahme des Areals um die Kochertal-Metropole in Abtsgmünd – mit Erläuterungen. Ganz links der Pumptrack, bei Hort, Fahrradübungsplatz und Skateanlage.Ganz rechts die Friedrich-von-Keller-Schule.

Gemeinderat beschließt Angebot vor allem für Kin der und Jugendliche bei der Kochertal-Metropole. Warum nicht alle Ratsmitglieder davon restlos begeistert waren.

Abtsgmünd

Vor allem für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde will Abtsgmünd einen sogenannten Pumptrack bauen. Der Standort: hinter der Kochertal-Metropole, auf dem geschotterten Festplatz im Westen des bestehenden Fahrrad-Verkehrsübungsplatzes. Und die alte Skate-Anlage dort soll erweitert und erneuert werden.

Bürgermeister Armin Kiemel und Ortsbaumeister Ralf Löcher stellten die Sache am Donnerstagabend dem Gemeinderat vor, der in der Halle in Untergröningen tagte. Denn der Ausaal der Kochertal-Metropole wurde umgestaltet für die Impf-Aktion am Freitag.

Nicht bei allen Ratsmitgliedern stieß die Vorstellung auf ungeteilte Zustimmung. Der geplante Pumptrack solle eine Asphaltfläche von 1400 Quadratmetern haben, die Anlage insgesamt 5200 Quadratmeter. Der Schultes argumentierte, dies sei der richtige Standort dafür, praktisch im „erweiterten Schulcampus“ der Gemeinde. Ganztagsschule werde zunehmen, und dort könnten Schülerinnen und Schüler sich bewegen, so Kiemel sinngemäß. Gleich daneben sei der Hort für Schulkinder.

Der Pumptrack solle gut 274 000 Euro kosten, die erweiterte Skateanlage etwa 50 000, so dass sich die Gesamtkosten auf etwa 325 000 Euro summieren. Im Haushaltsplan fürs laufende Jahr sind aber nur 60 000 Euro für den Pumptrack eingestellt, für die Skateanlage nichts. Die Mehrkosten von 265 000 Euro sollten als überplanmäßige Ausgaben bereiterstellt werden, so der Vorschlag der Verwaltung.

Die Einschätzungen der Rätinnen und Räte waren unterschiedlich. Stefanie Kruger sagte, für die Kinder und Jugendlichen sei dies eine sehr willkommene Bereicherung. Miriam Balle sprach von einer Maßnahme, die spitze sei. Sie regte jedoch an, die Ergebnisse der bis Monatsende laufenden Online-Umfrage unter Jugendlichen abzuwarten. Sie meinte aber auch, 200 000 Euro müssten genügen, es sollten auch andere Projekte gefördert werden.

Egon Ocker sagte, man solle nicht im Hauptort „in Gigantismus verfallen“, sondern die Sache kleiner machen und dafür in den Teilorten Hohenstadt und Pommertsweiler Aktionen verwirklichen. Armin Friedrich unterstützte die Idee einer großen Anlage in der Nähe zum Schulcampus. Robert Kruger fügte hinzu, in der laufenden Umfrage werde der Wunsch nach einem Pumptrack oft geäußert. 550 Antworten habe man derzeit.

Kiemel machte einen Kompromissvorschlag. Man wolle anstreben, bei der sechsstelligen Gesamtsumme „eine Zwei vorne stehen zu haben“. Dann sollten die Arbeiten für Pumptrack und Skateanlage ausgeschrieben werden. Bei der Abstimmung enthielt Ocker sich der Stimme, die anderen waren dafür.

Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene, asphaltierte Mountainbikestrecke (englisch „track“). Das Ziel ist es, darauf ohne zu treten, durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe am Rad, Geschwindigkeit aufzubauen. Der oder die Radfahrerin steht dabei auf den Beinen und sitzt nur kurz zum Starten im Sattel. Pumptracks sind geschlossene Rundkurse mit Wellen, Sprüngen und Steilkurven. Sie können in beide Richtungen befahren werden, da der Kurs in flachem Gelände gebaut wird. Im Prinzip ist der Rundkurs auch mit anderen Fahrrädern oder mit Skateboards, auch mit Sportrollstühlen befahrbar.

Das ist eine sehr willkommene Bereicherung.“

Stefanie Kruger, Gemeinderätin

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