Abtsgmünder Ausschuss diskutiert: Trampelpfad beleuchten?

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Der Weg zwischen Mozartstraße und Spielplatz: Ist hier eine Beleuchtung sinnvoll?
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Wo die Gemeindeverwaltung Platz für Wohnungen und eine Kita schaffen will.

Abtsgmünd. Soll ein Trampelpfad beleuchtet werden? Um diese Frage drehte es sich unter anderem im Technischen Ausschuss am Montagabend im Abtsgmünder Rathaus. Grund dafür: ein Antrag der SPD-Fraktion.

Diese schlug, laut Bürgermeister Armin Kiemel, vor, das Sträßchen zwischen der Mozartstraße und dem Hohenrainweg in Abtsgmünd zu beleuchten. Miriam Balle (SPD) betonte jedoch, dass ihre Fraktion lediglich beantragt habe, den Weg vom Spielplatz bis zur Mozartstraße zu beleuchten. „Sechs Solarlampen reichen uns“, stellte sie am Montagabend klar.

Ob nun längere oder kürzere Strecke: „Wir von der Verwaltung sehen das kritisch“, sagte der Bürgermeister. Man könne nicht einfach einen Erdweg beleuchten. Dann brauche es auch einen festen Belag – und das würde wiederum das Stadtsäckel belasten. 115 000 Euro habe die Verwaltung für den Ausbau des Wegs eingerechnet, 65 800 Euro kommen für die Lampen hinzu, bilanzierte er. „Wenn der Weg befestigt ist, müssen die Angrenzenden der Räum- und Streupflicht nachkommen“, betonte Kiemel. Zudem gelte das Beitragsrecht, einige Anwohnerinnen und Anwohner könnten im Falle des Ausbaus zur Kasse gebeten werden.

Der SPD gehe es bei der Beleuchtung des Weges um das Sicherheitsgefühl der Passantinnen und Passanten, sagte Miriam Balle, die an der späteren Abstimmung wegen Befangenheit nicht teilnehmen durfte.

Die Rätinnen und Räte waren zwiegespalten. Robert Kruger (CDU/UB) etwa schlug vor, den Weg zu schottern und Solarlampen anzubringen. Winfried Winter (Freie Wähler) betonte, dass es im Gemeindegebiet andere Wege gebe, die eine Beleuchtung dringender notwendig hätten. Für ihn sei es widersprüchlich, von Insektensterben zu reden und gleichzeitig einen Erdweg zu beleuchten.

Egon Ocker (SPD) stellte den Antrag, den Weg vom Spielplatz bis zur Mozartstraße mit sechs Solarlampen zu beleuchten – dieser wurde mit sechs Gegenstimmen abgelehnt.

Platz für Wohnen und Kita

Die Themen Wohnen und Kinderbetreuung will die Verwaltung unter einen Hut bringen. Die Idee: Durch die Änderung des Bebauungsplans im Gebiet „Hirtenäcker II/Wasserstube“ den Bau von Mehrfamilienhäusern und einer Kita mit bis zu acht Gruppen ermöglichen. Ursprünglich hatte die Verwaltung dort ein Familienzentrum geplant. „Die Schülerbetreuung findet inzwischen im Tal statt“, sagte Kiemel. Ein Familienzentrum in dieser Größe brauche es also nicht. Zudem soll eine kleine Fläche auf dem Areal frei bleiben. „Dort haben wir noch eine Fläche für den Gemeindebedarf und Platz für Dinge, über die wir noch nicht nachdenken“, sagte Kiemel. Die Erschließungsstraße soll laut Vorlage durchgängig sein und an die Oskar-Kokoschka-Straße angebunden werden. Die Rätinnen und Räte empfahlen diesen Vorschlag einstimmig.

Das letzte Wort hat bei beiden Themen der Gemeinderat, der am Donnerstag, 21. Oktober, 17.30 Uhr, tagt.
Marcia Rottler

  • Mehr Tempo 30?
  • Miriam Balle (SPD) schlug im Technischen Ausschuss vor, das Tempo-30-Schild in der Abtsgmünder Hauptstraße in Richtung Ortsmitte zu verlegen – vor den dortigen Zebrastreifen. Denn dort seien viele Kinder unterwegs. Armin Kiemel wolle diese „gute Idee“ prüfen lassen.

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