Alle Grundschulen dauerhaft erhalten

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Die Grafik zeigt, aufgeschlüsselt nach Schularten, die Entwicklung der Schülerzahlen in Abtsgmünd seit dem Schuljahr 2010/2011. Damals ist das St.-Jakobus-Gymnasium mit seinen ersten Klassen an den Start gegangen.

Im Abtsgmünder Gemeinderat stellt Amtsleiterin Sonja Rettenmaier den Schulentwicklungsplan vor. Warum die Schülerzahlen in der Gemeinde leicht gesunken sind.

Abtsgmünd

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die in Abtsgmünd zur Schule gehen, hat seit dem Schuljahr 2017/18 leicht abgenommen. Aber sie hat ich stabilisiert und wird im kommenden Schuljahr wieder leicht steigen.

Den Grund für den leichten Rückgang erläuterte Sonja Rettenmaier, Leiterin des Amtes für Familie und Bildung der Gemeinde, am Donnerstagabend in der Sitzung des Gemeinderates im Schulentwicklungsplan 2021/22.

Es sind zwei Faktoren, die dazu geführt haben: An der Realschule sind nicht mehr so viele Kinder, das Klassen vierzügig geführt werden müssten; es gibt nur noch drei Klassen je Jahrgang. Und die Werkrealschule hat an Zuspruch verloren. Allerdings werden sich deren Schülerzahlen jetzt auf dem niedrigeren Niveau stabilisieren.

Betont hat die Amtsleiterin ausdrücklich, dass Abtsgmünd alle vier Grundschulen auf der Gemarkung als selbstständige Schulen erhalten möchte. Nach dem Motto: „Kurz Beine - kurze Wege.“ Dabei hilft es, dass die Schülerzahlen der Grundschule in Pommertsweiler wieder klettern.

Die Schulen im einzelnen:

Grundschule Abtsgmünd: derzeit 157 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 162 Schüler. Die Schule ist stabil zweizügig. Für diese Schule prüft die Gemeinde Fördermöglichkeiten für eine bauliche Erweiterung, wenn 2025 der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung kommt.

Grundschule Hohenstadt: derzeit 33 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 26 Schüler. Seit einigen Jahren werden jahrgangsübergreifende Klassen 1 und 2 sowie 3 und 4 geführt.

Grundschule Pommertsweiler: derzeit 14 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 24 Schüler. Eine der kleinsten Schulen im Ostalbkreis. Seit dem Schuljahr 2018/19 eine jahrgangsübergreifende Klasse 1 bis 4, die „Familienklasse“. Der Klassenteiler liegt bei 25, also bleibt es voraussichtlich dabei.

Sonnenschule Untergröningen (Grundschule): derzeit 48 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 38 Schüler. Jahrgangsübergreifende Klassen 1 und 2 sowie 3 und 4. Durch das neue große Baugebiet rechnet man wieder mit einem Anstieg, so dass zeitweise auch Jahrgangs-Klassen gebildet werden könnten.

Werkrealschule an der FvKS: Seit dem Schuljahr 2010/2011. Derzeit 73 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 69 Schüler. Alle Klassen sind einzügig.

Realschule an der FvKS: Derzeit 428 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 441 Schüler. Höhepunkt der Schülerzahlen ist überschritten. Alle Klassen sind dreizügig.

St.-Jakobus-Gymnasium: nicht in Trägerschaft der Gemeinde, sondern der Stiftung Katholische Freie Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Derzeit 434 Schüler, Prognose fürs Schuljahr 2023/24: 454 Schüler. Ganztagsschule nach dem „Marchtaler Plan“, an drei Wochentagen, bis Schuljahr 2019/20 waren es vier Wochentage.

Schüler von auswärts

Inzwischen sind Kinder aus Abtsgmünd am Gymnasium in der Minderheit (32 Prozent). 37 Prozent aller Schülerinnen und Schüler kommen aus Aalen, davon 17 Prozent aus den nahen Stadtbezirken Fachsenfeld und Dewangen. Das Einzugsgebiet der Schule erstreckt sich bis nach Adelmannsfelden, Eschach, Heuchlingen, Rainau und Lauchheim.

Anders sieht es aus an der Realschule: Dort ist fast die Hälfte (45 Prozent) aller Schulkinder aus Abtsgmünd. 20 Prozent kommen aus Aalen samt Fachsenfeld und Dewangen.

Sozialarbeit weiterführen

Seit 2013 arbeitet eine Schulsozialarbeiterin an der Friedrich-von-Keller-Schule. Das Landratsamt habe bewilligt, die Stelle weiter zu fördern bis zum Schuljahr 2023/24, sagte Bürgermeister Armin Kiemel auf Frage von Miriam Balle. Abtsgmünd übernimmt jährlich 42 000 Euro der Personal- und Sachkosten.

Der „Schulcampus“

Die FvKS und das Gymnasium bilden mit den Sportanlagen und der Kochertal-Metropole samt Sporthalle einen Schulcampus mit kurzen Wegen. Hier ist geplant, das Kleinspielfeld zu sanieren, die Skateranlage zu erweitern, und am Festplatz einen „Pumptrack“ anzulegen.

Walter Schittenhelm (Freie Wähler) und Marlies Büker (SPD) wie auch Bürgermeister Armin Kiemel dankten Amtsleiterin Sonja Rettenmaier.

Nach dem Motto „kurze Beine - kurze Wege.“

Sonja Rettenmaier, Amtsleiterin Familie und Bildung

Außenklasse einer Sonderschule in Hohenstadt?

Abtsgmünd. Gemeinderat Winfried Winter aus Hohenstadt berichtete, die Jagsttalschule Westhausen (Schule für Behinderte) habe mit der Grundschule Hohenstadt Kontakt aufgenommen. Mit dem Ziel, dort eine Außenklasse zu gründen. Die Hohenstadter Rektorin Sibylle Beck würde das gerne umsetzen. Derzeit besuchten zwei Kinder mit Handycap die Schule. Um eine Klasse einzurichten, müsste noch eines, besser zwei Kinder mit Handycap dazukommen. Man stehe der Sache aufgeschlossen gegenüber, so der Bürgermeister. mam

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