Alles dreht sich um die Energie

+
In Abtsgmünd könnte es künftig einen Klimamanager oder eine Klimamanagerin geben.
  • schließen

In Abtsgmünd könnte es bald einen Energiemanager oder eine Energiemanagerin geben.

Abtsgmünd. Wird es in Abtsgmünd bald einen Energiemanager oder eine Energiemanagerin geben? Darüber sprechen die Mitglieder des Gemeinderats in ihrer Sitzung am Donnerstagabend. Auch das Erstellen eines Energiekonzepts für die Gemeinde wird Thema sein. Doch alles von vorne.

Worum geht's? 2045 will Deutschland klimaneutral sein – das ist im Klimaschutzgesetz festgehalten. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll Deutschland den Treibhausgasausstoß um 65 Prozent gegenüber 1990 verringern. Bis 2045 soll Treibhausgasneutralität erreicht werden: Treibhausgasemissionen und deren Kompensation müssen sich dann die Waage halten. 

Was hat Abtsgmünd damit zu tun? Das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg verpflichtet Kommunen laut Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, ihren Energieverbrauch in einer zentralen Datenbank zu erfassen. Zudem „kommt der öffentlichen Hand beim Klimaschutz in ihrem Organisationsbereich eine allgemeine Vorbildfunktion zu“, ist in der Gemeinderatsvorlage zu lesen.

Die Verwaltung will ihren Teil zum Erreichen der Klimaneutralität beisteuern und schlägt vor, eine Personalstelle „Kommunales Energiemanagement“ einzurichten. „Unter Energiemanagement versteht man die kontinuierliche Begehung und Betreuung von Gebäuden und deren Nutzer, mit dem Ziel, eine Minimierung des Energieverbrauchs bzw. der Energiebezugskosten zu erreichen“, so die Vorlage. Der Manager oder die Managerin werde demnach etwa den Energieverbrauch der Kommune erfassen, die technischen Einrichtungen in den Gebäuden kontrollieren oder die Nutzenden zu energiesparendem Verhalten motivieren.

Der Bund fördere die Stelle des Energiemanagers oder der Energiemanagerin für drei Jahre mit 80 Prozent, so die Vorlage. 

Die Sache mit den Photovoltaikanlagen: Die Gemeindeverwaltung schlägt dem Gemeinderat zudem vor, ein Energiekonzept zu erstellen. Die Firma „Greenventory“ könnte dazu eine kommunale Wärmeplanung entwickeln und etwa zeigen, wie bis 2040 eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann.

In einem zweiten Schritt könnte die Firma einen Plan erstellen, der Bürgerinnen, Bürgern und Gewerbetreibenden online zeigt, welche PV-Anlage zum Standort ihres Grundstücks passt – Eigentümerinnen und Eigentümer könnten sich dann laut Vorlage mit wenigen Klicks ihre PV-Anlage konfigurieren.

 

Die Gemeinderätinnen und -räte sprechen in der Sitzung am Donnerstag, 27. Januar, über die beiden Themen. Die Sitzung startet um 17.30 Uhr im Rathaus. 

Zurück zur Übersicht: Abtsgmünd

Mehr zum Thema

Kommentare