Bibliothek ist leichter für alle zugänglich

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Hauptamtsleiter Henrik Segan und Bibliothekarin Heidi Schmid an der neuen, vollautomatischen Eingangstür an der Bibliothek in Abtsgmünd.

Dank Fördermittel des Bibliotheksverbands: Brandschutz und Barrierefreiheit werden kombiniert.

Abtsgmünd. Der Zugang in die Bibliothek wurde für gehandicapte Personen, für Kinderwagen sowie Rollstuhlfahrer erleichtert: So gibt es dank Fördermittel aus einem Soforthilfeprogramm des Deutschen Bibliotheksverbands nun eine vollautomatische Eingangstür.

Sowohl der Haupteingang, wie auch die Feuerschutztüren im Erdgeschoss vor dem Aufzug als auch im ersten Stock in der Bibliothek hatten bisher keine automatische Türöffnung und waren schwer zu öffnen. Seit 2011 gibt es einen Aufzug in der Zehntscheuer. Dieser ist mit Feuerschutztüren gesichert.

Um eine Barrierefreiheit für die Nutzer zu erreichen, habe man nun Brandschutz und Barrierefreiheit kombiniert, heißt es in einer Pressemitteilung der Bibliothek Abtsgmünd. Nun ist es möglich, ohne Hilfe in die Bibliothek zu gelangen.

Der baulichen Maßnahme voraus ging eine Befragung. Bibliotheksleiterin Heidi Schmid erläutert: „Wir haben 150 Nutzerinnen und Nutzer der Bibliothek befragt. Bei der Frage nach der Benutzung des Aufzuges gaben jedoch nur 44 Prozent, insgesamt 66 Personen an, ihn zu nutzen. 25 davon wählen immer den Aufzug, 32 gaben an, häufig zu fahren, neun nur gelegentlich. 21 Personen nutzen den Aufzug mit Kinderwagen bzw. haben Kinder dabei.“

Alle befragten Leser und Leserinnen der Abtsgmünder Bibliothek hätten die energetischen und Barriereabbau-Maßnahmen begrüßt. Befragt, welche weitere Verbesserung sie sich für die Bibliotheksnutzung sie sich vorstellen könnten, wurde der Wunsch nach Veranstaltungen geäußert. Diese sind coronabedingt zurzeit allerdings stark eingeschränkt.

Der Wunsch nach einer Möglichkeit, mit Karte bezahlen zu können, wurde in der Umfrage ebenfalls mehrfach geäußert. Auch in diesem Bereich soll modernisiert werden, kündigt Bibliotheksleiterin Heidi Schmid an: „Wir planen 2022, ein Online-Zahlsystem über unseren Homepage-Betreiber anzubieten.“

Kultur in ländlichen Räumen

Mit dem Soforthilfeprogramm „Vor Ort für Alle“ fördert der Deutsche Bibliotheksverband bundesweit zeitgemäße Bibliothekskonzepte in Kommunen mit bis zu 20 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Primär geht es dabei um die Modernisierung und digitale Ausstattung der Bibliotheken. Ziel ist es, Bibliotheken als sogenannte „Dritte Orte“ auch in ländlichen Räumen zu stärken und so einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen zu leisten.

Das Soforthilfeprogramm wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms „Kultur in ländlichen Räumen“ gefördert. Die Mittel hierfür stammen aus dem Bundesprogramm „Ländliche Entwicklung“ (BULE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Der Deutsche Bibliotheksverband vertritt mit seinen mehr als 2100 Mitgliedern bundesweit rund 10 000 Bibliotheken mit 25 000 Beschäftigten und elf Millionen Nutzerinnen und Nutzern. Sein zentrales Anliegen ist es, Bibliotheken zu stärken, damit sie allen Bürgerinnen und Bürgern freien Zugang zu Informationen ermöglichen.

Link: Mehr Infos zum Deutschen Bibliotheksverband und seinen Aufgaben: www.bibliotheksverband.de

Hauptamtsleiter Henrik Segan und Bibliothekarin Heidi Schmid an der neuen, vollautomatischen Eingangstür an der Bibliothek in Abtsgmünd.

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