Bibliothek leidet unter der Pandemie

  • Weitere
    schließen
+
Gemeindebibliothek
  • schließen

Der Anteil der Veranstaltungen bricht in Abtsgmünd stärker ein als die Zahl der Ausleihen.

Abtsgmünd. Die Gemeindebibliothek hat mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. Das äußert sich weniger an der Zahl der Ausleihungen, die nur im April vergangenen Jahres wirklich stark eingebrochen ist. „Wir haben 2020 nur die Hälfte aller geplanten Veranstaltungen auch gemacht“, sagte Heidi Schmid, die die Einrichtung seit 1989 leitet. Sie gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag den Jahresbericht.

Der stärkste Ausleihmonat war demnach 2020 der Juli mit insgesamt 7180 ausgeliehenen Büchern und Medien. Der schwächste Monat war mit Abstand der April mit 1809. Auch schwächeln die Monate Mai (4700) sowie August und September mit jeweils über 5000 Ausleihungen.

Umgerechnet auf die Öffnungszeiten ist der beliebteste Ausleihtag der Samstag, wenn durchschnittlich 95 Ausleihungen je Stunde verzeichnet werden. Mit Abstand der schwächste ist der Donnerstag mit durchschnittlich 33. Ihretwegen könnte man am Samstag gerne länger öffnen, sagte Heidi Schmid.

Das ist aber wohl eine Geldfrage. 222 000 Euro hat die Gemeinde 2020 für die Bibliothek ausgegeben, gab Bürgermeister Armin Kiemel bekannt. 154000 Euro davon entfielen auf Personalkosten.

Mehr als die Hälfte der Ausleihen entfallen auf Einheimische (55 Prozent). Die anderen Nutzer der Bibliothek kommen aus dem Umland. Der Einzugsbereich reicht von Aalen über Ellwangen, Bühlerzell bis Sulzbach und Essingen. Von allen werde die Homepage der Bibliothek im Internet lebhaft genutzt. Der Bereich „Kinderbuch“ werde stetig wichtiger, die Ausleihe audiovisueller Medien nehme ab. „DVDs sind auf dem absteigenden Ast“, so Heidi Schmid, seit immer mehr Menschen Filme aus dem Internet streamen.

Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen dankten der Bibliotheksleiterin; nach ihrem Bericht wurde sie mit Beifall verabschiedet. Wir sind stolz auf unsere Bibliothek“, sagte Marlies Büker.

Walter Schittenhelm merkte an, die Altersgruppe ab 10 Jahren habe in der Pandemie die Angebote der Bibliothek viel weniger genutzt. Robert Kruger meinte, man müsse versuchen, die älteren Kinder wieder zu gewinnen. Bürgermeister Armin Kiemel schloss mit der Ankündigung, die Gemeindebibliothek werde wieder aktiv auf Kundschaft zugehen. Manfred Moll

Zurück zur Übersicht: Abtsgmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL