Bienenfresser in Abtsgmünd

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Bienenfresser heißt die Vogelart

Bunte, seltene Gäste auf der Durchreise in Abtsgmünd. Dort gehen sie auf die Jagd.

Abtsgmünd. Ganz besonders seltene und bunt gefiederte Vögel sind seit ein paar Tagen in Abtsgmünd unterwegs: Bienenfresser. Thomas Kuhn aus Abtsgmünd hat ihnen fasziniert beim Flug zugesehen und sie mit der Kamera eingefangen, wie sie über Abtsgmünder Wiesen auf die Jagd nach Bienen und Insekten gingen. Die Vögel sind mit knapp 30 Zentimetern Körpergröße etwas größer als Amseln und mit ihrem gelb-braun-türkis gefärbten Gefieder eine der buntesten und schönsten Vögel Europas.

Bienenfresser ernähren sich, wie der Name schon sagt, überwiegend von Bienen. Sie kommen unter anderem in Süd- und Südosteuropa vor, waren aber auch lange in Deutschland heimisch, ehe sie seit Ende der 80er Jahre als ausgestorben galten. Seit den 90er Jahren wandern Bienenfresser bei uns jedoch allmählich wieder ein. Aktuell gibt es in Deutschland rund 1000 Paare, vor allem in Sachsen-Anhalt und im Kaiserstuhl.

Die in Abtsgmünd gesichteten Bienenfresser sind vermutlich auf der Durchreise nach Afrika, wo sie überwintern. Vielleicht kehren sie ja im nächsten Jahr zurück und bleiben, schließlich bietet Abtsgmünd wunderbare Wildblumenwiesen mit vielen Insekten, Obstbaumwiesen und Altbäumen, was ideal zum Lebensraum der Bienenfresser passt: offene Landschaften mit einzelnen Bäumen und Gebüschen. Gebrütet wird an Steilhängen von Sand- oder Lehmwänden bzw. an Ufern von Flüssen oder Seen. Bienenfresser sind oft in Kolonien anzutreffen. Sie sitzen gerne, meist zusammen mit Artgenossen, auf herausragenden Ästen, z.B. von Altbäumen und fliegen auch immer in Gruppen. Man hört sie dann meist schon von weitem an ihren schrillen Rufen. Also: Wer die bunte Pracht entdecken möchte: Augen und Ohren auf!

Die bunten Vögel tanken vor ihrer Weiterreise in Richtung Süden in Abtsgmünd neue Kraft.

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