Damit's am Kocher noch mehr blüht

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Biotopverbund Abtsgmünd

Das Planungsbüro Plan Werk Stadt aus Westhausen hat eine umfassende Biotopvernetzungskonzeption ausgearbeitet und sie nun dem Abtsgmünder Bürgermeister übergeben.

Abtsgmünd

Abtsgmünd ist mit 7161 Hektar - das sind rund zehn Millionen Fußballfelder - flächenmäßig die größte Gemeinde im Ostalbkreis und kreisweit unter anderem für ihren Wildblumensommer bekannt. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Gemeinde vom Regierungspräsidium Stuttgart als Pilotkommune für die Umsetzung des landesweiten Biotopverbundes im Ostalbkreis ausgewählt. Ziel des Programms ist es, Maßnahmen auszuarbeiten, die zur Erhöhung der biologischen Vielfalt beitragen und dem gegenwärtigen Artensterben entgegenwirken. Nach der Auftaktveranstaltung im Juli 2021 hat das beauftragte Planungsbüro Plan Werk Stadt aus Westhausen eine umfassende Konzeption ausgearbeitet und nun am Kocheraltarm in Abtsgmünd der Gemeinde überreicht. Durch entsprechende Maßnahmen sollen bestehende Kernflächen – das sind zum Beispiel bestehende Biotope, Streuobstwiesen oder blütenreiche Wiesen oder Nasswiesen, aber auch Stillgewässer oder Quellbereiche – miteinander verbunden werden, indem in den dazwischenliegenden sogenannten Suchräumen neue Lebensräume geschaffen werden.

Andreas Walter und Barbara Neher vom Planungsbüro Plan Werk Stadt überreichten Bürgermeister Armin Kiemel und Annegret Glombik vom Bauverwaltungsamt nun einen Ordner mit der Beschreibung der vorgeschlagenen Maßnahmen sowie einen großflächigen Plan, auf dem der Ort der Maßnahmen vermerkt sind. Ebenfalls vor Ort waren die Biotopverbundbotschafterin Julia Zwick, Naturparkführer Rolf Angstenberger, Wolfgang Schrem und Dominik Ritter vom Bauhof Abtsgmünd sowie Heidi Hahn vom Arbeitskreis Tourismus.

Irina Heissler vom Regierungspräsidium Stuttgart lobte die Gemeinde für ihr vorbildliches Engagement und den zahlreichen Projekten in vielen Umweltbereichen. Deshalb sei es dem Regierungspräsidium auch nicht schwer gefallen, Abtsgmünd als Modellkommune auszuwählen und die gesamten Kosten für Biotopverbundplanung zu übernehmen.

Bürgermeister Armin Kiemel bedankte sich und zeigte sich erfreut über die abgeschlossene Planung. „Mit der Biotopvernetzungskonzeption hat die Gemeinde nun einen Fahrplan beziehungsweise eine Arbeitshilfe für die weiteren Planungen.“ Wichtig sei es nun, alle beteiligen Akteure aus der Gemeinde, Grundstückseigentümer und Landwirte mit ins Boot zu holen, so der Bürgermeister.

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