Das Geheimnis hinter dem Garagentor

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Mechanik, Elektronik und Informatik im Zusammenspiel verständlich zu vermitteln ist das Ziel der Kooperation.

Studierende der Hochschule Aalen betreuen Schülerinnen und Schüler bei „Öko Smart Home“-Projekt.

Abtsgmünd. In einem smarten Zuhause werden Abläufe automatisiert, die wir sonst mit einzelnen Handgriffen erledigen müssten. Das erhöht zum einen die Wohnqualität und und spart zum anderen Energie. Um die Bedeutung und Funktionsweisen der neuen Technologien Schülerinnen und Schüler näherzubringen und gleichzeitig Begeisterung dafür zu wecken, starteten die Studiengänge Mechatronik und Ingenieurpädagogik der Hochschule Aalen nun ein Projekt zum Anfassen mit dem St. Jakobus Gymnasium in Abtsgmünd.

Verstehen, was hinter der Technik steckt

Die Gestaltung eines ökologischen, nachhaltigen Lebens im eigenen Zuhause – das hat im vergangenen Wintersemester mehr als 70 Mechatronik-Studierende der Hochschule Aalen im Maschinenhaus-Transferprojekt des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) beschäftigt. Denn die Digitalisierung nimmt insbesondere auch bei uns Zuhause wortwörtlich immer mehr Raum ein – ob bei Elektronik, Künstlicher Intelligenz oder Sensor- und Kamerainteraktion.

Um auch Schülerinnen und Schülern Einblicke in Projekte des Mechatronik-Studiums zu geben und ihnen die Zukunftstechnologien näherzubringen, starteten die Studiengänge jetzt ein Projekt mit dem St. Jakobus Gymnasium in Abtsgmünd. Das Ziel: Ein 3D-gedrucktes Modellhaus mit verschiedenen technologischen Funktionen ausstatten. „Wir wollen mit den Schülerinnen und Schülern neue Ideen für ihr Zuhause entwickeln, konstruieren, programmieren und kreativ umsetzen. Dabei lernen sie, was alles dahinter steckt, bis sich zum Beispiel ein Garagentor automatisch öffnet“, sagt Prof. Dr. Bernhard Höfig, Studiendekan des Studienbereichs Mechatronik.

Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse erfahren hautnah im Projekt, wie sich Abläufe automatisieren lassen und in welcher Weise sich ein Haus energetisch selbstversorgen und nachhaltig sein kann.

Höfig: „Zudem sollen sie verstehen, dass sich hinter all der Technik keine Black Box verbirgt, sondern dass jede und jeder mit hinreichendem Interesse solche Abläufe entwerfen und steuern kann.“

Hierzu werden sie von Simone Graf und Nina Eichert, Studentinnen des Studiengangs Mechatronik, sowie Steffen Köhnlechner und Marianna Eisfeld, Studierende des Studiengangs Ingenieurpädagogik, betreut.

Im Rahmen ihres mechatronischen Projekts hatten die Studierenden die Aufgabe, für zwei Schulklassen insgesamt neun Unterrichtseinheiten vorzubereiten. Außerdem ist es für die Ingenieurpädagogik-Studierenden eine gute praktische Übung, um ihr Fachwissen weiterzugeben.

„Wir begeistern die Schülerinnen und Schüler für die Dinge, die uns begeistern“, sind sich die Studierenden einig.

Professor Dr. Lukas Schachner vom Studiengang Ingenieurpädagogik ergänzt: „Wir wollen ganz bewusst mit den Schulen eine starke Partnerschaft aufbauen, um bei jungen Menschen die Lust auf Technik zu fördern.“

Foto: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Höfig (von links), Studiendekan Mechatronik sowie die Studierenden Nina Eichert, Simone Graf und Marianna Eisfeld sowie Dr. Kristina Schubert und Ann-Katrin Wild, beide Fachlehrerinnen am St. Jakobus-Gymnasium, starteten jetzt das gemeinsame mechatronische Projekt.

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