Ein großes Plus für die Sicherheit

  • Weitere
    schließen
+
Das Rettungszentrum Abtsgmünd in einer Nachtaufnahme. Am Freitagabend wurde es offiziell in Betrieb genommen.

Am Freitagabend ist das Rettungszentrum Abtsgmünd offiziell in Betrieb genommen worden. Was es bedeutet, dass jetzt drei Blaulichtorganisationen unter einem Dach sind.

Abtsgmünd

Das neu gebaute Rettungszentrum in Abtsgmünd ist am Freitagabend offiziell in Betrieb genommen worden. „Zu einer richtigen Einweihung fehlt ein Pfarrer“, bemerkte eines der geladenen Gemeinderatsmitglieder. Wie auch immer: Diese Einrichtung stärkt die offizielle Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in und um Abtsgmünd. Sie stärkt auch das Sicherheitsgefühl – und sie stärkt nicht zuletzt das Ehrenamt und die Jugendarbeit.

Der Festakt mit Ansprachen fand in der Fahrzeughalle der Feuerwehr statt, mit Corona-Abstand. Bürgermeister Armin Kiemel erinnerte an die längere, verwundene Entstehungsgeschichte. Dass alle drei Blaulichtorganisationen, die Feuerwehr, das Rote Kreuz und die Polizei, nun quasi unter einem Dach seien, erinnere ihn an den Wahlspruch „alle für einen – einer für alle“.

Das DRK ist seit 1. Mai eingezogen, die Feuerwehr jetzt, die Polizei folgt im August. Alle kamen und kommen aus unzureichenden Räumlichkeiten.

Landrat Dr. Joachim Bläse bemerkte begeistert, dass alle drei Landtagsabgeordneten und alle Kandidierenden für den Bundestag bei der Feier waren. Bläse erinnerte an die Veranstaltung vom Mittwoch, bei der es ums „lebenswerte Abtsgmünd“ und den Ostalbkreis ging. Zum Wohlfühlen in einer Gemeinde gehöre auch die Sicherheit, betonte er.

Hauptamtliche Strukturen seien wichtig, fuhr Bläse fort. Aber letztlich brauche man auch eine intakte Nachbarschaft; auch die Bürger müssten zur Sicherheit beitragen. Das tun unter anderem die ehrenamtlichen Feuerwehrleute.

Bläse überraschte mit dem Vorschlag, ob nicht die Gemeinde Abtsgmünd den Kreisfeuerwehrtag 2023 ausrichten möge, im Jahr des 50. Bestehens des Ostalbkreises.

Polizeipräsident Reiner Möller war sicher: „Das ist ein weit über die Gemeindegrenzen hinaus beachtetes Projekt!“ Es sei nicht leicht umzusetzen gewesen, das Ergebnis sei jedoch ideal für die Zusammenarbeit der drei BOS-Organisationen (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben). Es biete eine moderne und zukunftsfähige Sicherheitsarchitektur. Der Standort sei ideal, man komme überall schnell hin.

Marc Sachsenmaier, Rettungsdienstleiter des DRK Aalen, sprach in Vertretung von Dr. Eberhard Schwerdtner, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes. Er erinnerte daran, dass über das Einrichten einer Rettungswache der Bereichsausschuss für den Rettungsdienst zu entscheiden hatte. „Das ging schnell“, bemerkte er. „Von der Idee bis zum Beschluss vergingen nur drei Monate.“ Auch ein Notarztzubringerwagen sei jetzt in Abtsgmünd stationiert.

Das Schlusswort war Holger Schmid vorbehalten, Kommandant der Abtsgmünder Wehr. Das Rettungszentrum sei ein großes Plus fürs Kocher- und Leintal. Man sei voller Freude und Stolz, sagte er. Die Feuerwehr habe sich in der Vergangenheit zu einer Organisation zur Abwehr vieler Gefahren entwickelt.

Der Spielmannszug der Feuerwehr Aalen umrahmte musikalisch. Dem offiziellen Teil folgten Stehempfang und Besichtigung des Zentrums.

Ich hoffe, es macht nichts aus, wenn wir nachts um Drei mit Sirene ausrücken.“

Marc Sachsenmaier, Rettungsdienstleiter

Ein paar Daten zum neuen Rettungszentrum

Die Idee entstand 2015, die Bodenarbeiten begannen im Juli 2019, Baubeginn war am 6. April 2020. Das Richtfest war bei Kälte am 16. Oktober 2020. Die Gemeinde Abtsgmünd hat etwa 6 Millionen Euro investiert. Das Rote Kreuz baute selbst, und zwar ganz schnell in Modulbauweise. Das Grundstück ist knapp 7300 Quadratmeter groß. Die Einrichtung ist an 365 Tagen rund um die Uhr besetzt. mam

Die Einweihung des neuen Rettungszentrums in Abtsgmünd.
Die Einweihung des neuen Rettungszentrums in Abtsgmünd.

Zurück zur Übersicht: Abtsgmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL