Eine schlagkräftige Wehr im Kochertal

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Feuerwehr Abtsgmünd Hauptversammlung
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Nach zwei Jahren Corona blickt die Gesamtfeuerwehr Abtsgmünd motiviert in die Zukunft. Warum Kommandant und Bürgermeister zuversichtlich sind.

Abtsgmünd. Wir haben ein Rettungszentrum, um das wir landesweit beneidet werden“, sagt Bürgermeister Armin Kiemel und Kommandant Holger Schmid fügt hinzu: „Wir haben dort ideale Bedingungen im Verbund mit der Polizei und dem Roten Kreuz.“

Dass die Corona-Pandemie keine einfache Zeit gewesen sei und zu einem kleinen Aderlass geführt habe, lässt der Kommandant in seinem Rechenschaftsbericht für die Jahre 2019 bis 2021 nicht außen vor. 2019 hatte man noch 217 Mitglieder, davon 143 in den Einsatzabteilungen. 2021 waren es nur noch 208 Mitglieder, davon sind 137 in den Einsatzabteilungen. Zu den Einsätzen: 2019 wurde die Gesamtfeuerwehr zu 83 Einsätzen gerufen, sieben Personen konnten gerettet werden, für eine Person kam jede Hilfe zu spät. 2020 waren es 79 Einsätze mit der Rettung von ebenfalls sieben Personen und 2021 wurde die Gesamtfeuerwehr zu 76 Einsätzen gerufen, für eine Person kam jede Hilfe zu spät. „Wir hoffen, dass wir jetzt wieder großräumig üben können“, blickte Kommandant Holger Schmid in die Zukunft. In den letzten Jahren habe man nur in kleinem Rahmen üben können.

Schmidt ließ dabei die Einsätze Revue passieren. Dabei kam zum Ausdruck, dass die Einsätze neben Brand und Menschenrettung sehr vielschichtig waren und vor allem auch technische Hilfeleistung gefragt war. Der Kommandant lobte die enge Zusammenarbeit und die gute Einbindung der Abteilungswehren  Hohenstadt, Pommertsweiler und Untergröningen. Verstärkt wolle man sich auch wieder der Brandschutzerziehung mit Schulen und Kindergärten widmen, die wegen Corona in den letzten Jahren quasi zur Nullnummer degradiert gewesen seien. Erfreut zeigte sich der Kommandant, dass die Weichen für ein neues LF-10 gestellt seien.

Einen nicht weniger erfreulichen Bericht erstattete Jugendwartin Nadine Rix. 59 Mitglieder zähle die Gesamtwehr – 28 in Abtsgmünd, 16 in Pommertsweiler, acht in Hohenstadt und sieben in Untergröningen.

Den Kassenbericht erstattete Gemeindekämmerer Tobias Maier. Untergröningens Ortsvorsteher Thomas Bacher betonte bei der einstimmig erteilten Entlastung, dass die Gesamtwehr zum Schutz der Bevölkerung auf den Punkt funktioniert habe. Abtsgmünd und die Teilorte könnten auf eine Gesamtwehr bauen, die schlagkräftig ist und auf die Verlass sei, erklärte Bürgermeister Armin Kiemel in seiner Ansprache.

Beim neuen Rettungszentrum handle es sich um ein zukunftsweisendes Vorzeigeprojekt in idealer Lage und mit Synergie-Effekten. Nach der überragenden Resonanz beim Tag der offenen Tür hätten Feuerwehr, Rotes Kreuz und die Polizei beschlossen, alle zwei Jahre einen „Blaulicht-Tag“ zu veranstalten. Nach dem LF-10 für Untergröningen stehe mit dem LF 16-12 bereits das nächste Fahrzeug zur Anschaffung ins Haus.

Ehrungen

15 Jahre  Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze: Michaela Dann, Matthias Baier, Thomas Sauter, Markus Sauter  und  Florian Wirth (Abtsgmünd), Nadine Rix und Marcel Hägele (Hohenstadt),  Jan Rix und Oliver Schön (Untergröningen)

25 Jahre  Silbernes Ehrenzeichen: Frank Bunzel und  Martin Foisner (Abtsgmünd), Armin Mansdörfer und Valentin Holz (Hohenstadt) , Bernhard Krätschmer (Untergröningen) und Thomas Stirner (Untergröningen)

40 Jahre  Goldenes Ehrenzeichen: Klaus Diepelt, Roland Diepelt, Wolf-Dieter Nagel, Hans Köngeter, Karl-Heinz Ebert und Thomas Kling (alle Abtgsgmünd), Josef Feil, Heinrich Staiger, Alexander Stütz, Andreas Ziegler, Martin Berroth und Ulrich Kohler (Pommertsweiler), Hans Berroth und Reinhold Rieck (Untergröningen), Martin Holl (Hohenstadt)

Beförderungen: Hauptfeuerwehrmann Manuel Kiehlmann (Hohenstadt),  Löschmeister Patrick Abele (Pommertsweiler), Oberlöschmeister Florian Dolderer aus Untergröningen. Hauptlöschmeister werden: Thomas Sauter (Abtsgmünd), Rainer Berger und Armin Mansdörfer aus Hohenstadt und Thomas Stirner (Pommertsweiler).

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