Frisches Grün auf neuem Sportplatz

  • Weitere
    schließen
+
Blick auf den neuen Naturrasenplatz in den Abtsgmünder "Täferwiesen". Der Rasen ist augenscheinlich gut angewachsen. Dennoch wird es noch mindestens bis ins späte Frühjahr 2020 dauern, bis der Platz bespielbar ist. Hinten das Gebäude des St.-Jakobus-Gymnasiums.

Der neue Naturrasenplatz in den Abtsgmünder "Täferwiesen" ist inzwischen so gut wie fertig. Warum er trotzdem erst in einigen Monaten bespielbar sein wird.

Abtsgmünd

Die Bauarbeiten in den Abtsgmünder "Täferwiesen" neigen sich ihrem Ende zu. So gut wie fertig ist bereits der neue Naturrasenplatz.

"Die Bauarbeiten am Platz sind komplett abgeschlossen", berichtet Ortsbaumeister Ralf Löcher. "Jetzt kommt die Fertigstellungspflege, also mähen und düngen", erzählt er weiter.

Auf den ersten Blick sieht der Sportplatz wie neu aus. Der Rasen wurde Ende August eingesät und ist augenscheinlich gut gewachsen. Aber es werde noch eine Weile dauern, bis der Platz tatsächlich bespielbar ist, sagt Löcher, mindestens bis ins Frühjahr 2020. Eine ältere Pressemitteilung der Gemeinde vom August besagt, der Platz werde ab "Sommer 2020" bespielbar sein. Der Termin hängt natürlich auch davon ab, wie der kommende Winter verläuft.

"Erst wenn der Platz bespielbar ist, werden wir die Fußballtore und die übrige Ausrüstung aufstellen", so Ralf Löcher abschließend.

Über den neuen Naturrasenplatz werden sich besonders die TSG Abtsgmünd sowie Schüler und Lehrer des nahen Schulzentrums freuen. Denn dann wird endlich mehr Sportfläche zur Verfügung stehen – und den 2014 angelegten, ziemlich strapazierten, Kunstrasenplatz neben dem Gymnasium kann man dann etwas schonen.

Letztlich war die Knappheit an Sportfläche ausschlaggebend für den Abtsgmünder Gemeinderat gewesen, den Bau des benachbarten Naturrasenplatzes zu beschließen.

Die Bauarbeiten am Sportplatz sind abgeschlossen.

Ralf Löcher Ortsbaumeister Abtsgmünd

"Freuen" in gewissem Sinne wird es aber auch die Natur. Denn der Platz ist so angelegt, dass er bei Hochwasser überflutet werden kann. Nicht jeder Wolkenbruch wird dazu führen, denn auf der Nord- und auf der Ostseite schützt ein Erdwall den neuen Platz vor Wassermassen. Aber bei einem extremen Hochwasser stellt die gesamte Platzfläche von etwa 100 mal 70 Metern zusätzlich sogenannten "Retentionsraum" zur Verfügung. Nicht zuletzt deshalb liegt der Naturrasenplatz etwas tiefer als die 110-m-Kurzstreckenbahn und der Kunstrasenplatz. Der Hochwasserrückhalteraum war beim Bau des St.-Jakobus-Gymnasiums in den Jahren von 2011 bis 2013 verloren gegangen.

Investition: eine Million Euro

Die Gemeinde wird für den neuen Sportplatz insgesamt etwas mehr als eine Million Euro ausgeben. Gut 390 000 Euro dieser Summe hat Abtsgmünd allein dafür ausgeben müssen, um das Gelände so zu modellieren, dass es für einen Sportplatz taugt. Unter anderem musste ein Hang abgegraben werden.

Der Bau des eigentlichen Platzes schlägt mit knapp 490 000 Euro zu Buche. Den Auftrag hatte die Firma Sportstättenbau Moser aus Essingen erhalten. Zum Sportplatzbau erhält die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 70 000 Euro vom Land Baden-Württemberg.

Auch die Kocher-Lein-Renaturierung, die derzeit noch in unmittelbarer Nähe des neuen Sportplatzes im Gange ist, wird schon demnächst abgeschlossen sein.

Zurück zur Übersicht: Abtsgmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL