Für besseren Hochwasserschutz

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Sogenannte Hochwasserereignisse kommen in jüngster Vergangenheit immer öfter vor. 2016 ist der Kocher bei der Firma Kessler und Co über die Ufer getreten. Archivfoto: privat
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Der Abtsgmünder Gemeinderat hat ein Büro mit der Untersuchung der Gefährdung und der besonders neuralgischen Stellen beauftragt.

Abtsgmünd

Die in diesem Jahr letzte Gemeinderatssitzung fand als Hybrid-Sitzung im Rathaus Abtsgmünd statt, einige Räte waren über Internet zugeschaltet. Ein Thema war der Hochwasserschutz in der Gemeinde - auch bei Starkregenereignissen.

Hochwasserschutz: Die Gemeinde hat zusammen mit dem Land das Ingenieurbüro Winkler und Partner GmbH (IWP) mit einer Machbarkeitsstudie für Hochwasserschutz beauftragt. Voraussetzung für die Ausführung von Maßnahmen ist eine zusätzliche Erstellung eines kommunalen Starkregenrisikomanagements für die Gesamtgemeinde. Dazu hat das Büro IWP einen Kostenvoranschlag erstellt. Fachingenieur Armin Binder erläuterte dem Gremium, zugeschaltet über Videokonferenz, das übliche Vorgehen dazu.

So werden unter anderem für die große Flächengemeinde insgesamt 20 Lagepläne und einige Animationen erstellt, wird in drei Stufen die Gefährdung untersucht und dazu Risikosteckbriefe für neuralgische Punkte erarbeitet. Der Kostenvoranschlag des Büros beläuft sich auf rund 106 000 Euro, wovon voraussichtlich 70 Prozent vom Regierungspräsidium bezuschusst werden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.

Abrechnung Wirtschaftspool: Das Ziel des Wirtschaftspools ist es, durch Aktionen Gewerbe und Einzelhandel in der Gemeinde zu stärken. Unter anderem zahlt die Gemeinde nach erfolgter Abrechnung jährlich einen Zuschuss von 11 000 Euro an den GHV aus. Dafür zahlt dieser 5500 Euro in den Pool ein. So konnte der GHV nach seiner Abrechnung im Jahr 2019 noch rund 10 100 Euro Einnahmen bei Ausgaben von etwa 21 000 Euro verbuchen, diesen Verlust glich der Zuschuss der Gemeinde aus. 2020 konnte der GHV aufgrund der Pandemie keine Einnahmen verbuchen, bei Ausgaben von knapp 7200 Euro. „Auch 2021 wird es ähnlich aussehen“, sagte Kiemel. Man wolle den Zuschuss beibehalten, denn der GHV wolle neue Stände anschaffen für Veranstaltungen. Alle Fraktionen begrüßten das und stimmten der Fortführung des Wirtschaftspools für 2021 und 2022 zu.

Kolumbarium Pommertsweiler: Laut erfolgter Abrechnung kostet das fertig gestellte Kolumbarium auf dem Friedhof Pommertsweiler rund 31 340 Euro, im Haushalt eingeplant waren 25 000 Euro. Die Kostensteigerung resultiert laut Ralf Löcher, Leiter des Bauamts, vor allem aus den gestiegenen Materialpreisen. Die Mehrkosten werden als überplanmäßige Ausgabe bereitgestellt.

Rückblick: Bürgermeister Armin Kiemel blickte abschließend auf ein „turbulentes Jahr“ zurück. Man habe viel geleistet und das Krisenjahr gut überstanden. Die Gemeinde stehe auch finanziell gut da. Man habe unter anderem in Bildung und Betreuung viel investiert und vier Baugebiete geschaffen. „Wir sind trotz allem auf einem guten Weg“, schloss er und dankte demGemeinderat, den Mitarbeitern der Verwaltung und allen anderen Beteiligten.

Wir sind trotz allem auf einem guten Weg.“

Armin Kiemel, Bürgermeister

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