Gemeinden gegen den Motorradlärm

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Dem Motorradlärm wollen die Städte und Gemeinden den Kampf ansagen.

Die Kommunen Abtsgmünd, Essingen, Gaildorf, Hüttlingen, Schwäbisch Gmünd und Waldstetten sind teil der landesweiten "Initiative Motorradlärm". Nun haben sie sich mit Bikern an einen Tisch gesetzt.

Abtsgmünd

Die Kommunen Abtsgmünd, Essingen, Gaildorf, Hüttlingen, Schwäbisch Gmünd und Waldstetten sind der landesweiten "Initiative Motorradlärm" beigetreten. Die Forderungen der Initiative sind, dass die Motorräder leiser werden, leiser gefahren werden und dass rücksichtsloses Fahren deutliche Konsequenzen haben muss.

"Um diese Thematik interkommunal und gemeinsam mit Motorradfahren anzugehen, haben sich die sechs Kommunen mit mehreren Vertretern der Biker Union, Regionalbüro Schwäbisch Gmünd, an dessen Spitze Bernhard Feifel, im Abtsgmünder Rathaus getroffen." Das teilte die Gemeinde Abtsgmünd in einem Schreiben mit.

Einhelliger Tenor aller Beteiligten war, dass Motorradfahrer herzlich willkommen seien und es auch nicht das Ziel sei, ein Fahrverbot oder Streckensperrungen herbeizuführen. Denn dies treffe alle Motorradfahrer und führe zu einer Verlagerung der Problematik.

Rücksichtnahme gefordert

"Allerdings muss sich am Verhalten mancher Zweiradfahrer etwas nachhaltig ändern", sagten die anwesenden Vertreter der Biker Union. Es gehe um Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander.

Wichtiges Anliegen der Kommunalvertreter ist, dass die Motorradfahrer die Lärmbelastungen deutlich reduzieren und ihr Tempo an die erlaubten Geschwindigkeitsvorgaben anpassen, wie die Gemeinde weiter mitteilte. Jeder der kommunalen Vertreter berichtete demnach über sehr viele Lärmbeschwerden von Anwohnern entlang der beliebten Motorradstrecken. "Alle konnten von brenzligen Situationen auf ihrer Gemarkung im Zusammenhang mit viel zu schnellen Motorradfahrern erzählen. Und leider kommt es auch immer wieder zu Schwer-verletzten und Todesfällen", so die Gemeinde.

Gemeinsam Lösungen suchen

Hier wollen die Vertreterinnen und Vertreter des runden Tisches "Motorradlärm" ansetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen. "Sollten aber alle Bemühungen um eine dauerhafte Lärm- und Geschwindigkeitsreduzierung nicht fruchten, muss man sich leider doch über Fahrverbote oder Streckensperrungen Gedanken machen", sagten die Vertreter der Gemeinden. Dies sei aber das allerletzte Mittel.

Das Kocher- und Leintal, die Strecken um Waldstetten und Schwäbisch Gmünd-Rechberg oder von Essingen nach Lauterburg seien ein Eldorado für Biker. Schöne und vor allem kurvenreiche Strecken lockten immer mehr Motorradfahrer in die Region. "In den vergangenen Jahren nahm die Anzahl der Motorräder deutlich zu. Leider gibt es immer mehr schwarze Schafe, die mit ihrem Verhalten den Ärger auf alle Motorradfahrer hervorrufen", teilte die Gemeinde mit.

Um auf dieses Thema hinzuweisen und mit den Bikern ins Gespräch zu kommen, soll voraussichtlich am 9. Mai 2021 eine Auftaktveranstaltung in Abtsgmünd starten. Eigentlich sei die Veranstaltung Anfang des Jahres geplant gewesen, doch dann kam Corona.

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