Gut gewirtschaftet im Wald

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Die Förster ziehen für Abtsgmünds Wald eine positive Wirtschaftsbilanz.
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Forstdezernent Johann Reck und Revierförster Peter Kommander legten den Bewirtschaftungsvollzug 2021 und den Waldwirtschaftsplan 2022 vor.

Abtsgmünd

Es ist gut gelaufen im Wald im vergangenen Jahr, der Kämmerer kann sich freuen und man liegt gut im Trend der Forsteinrichtungsplanung 2020 bis 2029. 1660 Festmeter Holz wurden heuer eingeschlagen, was einen Überschuss von zirka 46000 Euro gebracht hat. Fürs kommende Jahr ist ein Überschuss in Höhe von 50000 Euro avisiert. „Ein hervorragendes Ergebnis“, befand Bürgermeister Armin Kiemel, wobei er gleich hinzufügte: „Wald ist nicht nur Wirtschaft, sondern auch ein bedeutendes Segment in Sachen Ökologie und Erholungsfunktion.“ Wie es um den Wald steht, darauf ging der Forstdezernent des Landkreises Johann Reck ein. 190 Hektar gemeindeeigener Wald seien ein erkleckliches Stück Grün, meinte er. Das positive Betriebsergebnis zeichne ein gutes Stimmungsbild. Die zugesprochene Bundeswaldprämie habe dazu beigetragen. Trotzdem bereite der Zustand des Waldes Sorgen, was der Waldzustandsbericht bundesweit zeige. 42 Prozent der Wälder seien deutlich geschädigt, Grund seien die Trockenjahre 2018 und 2019. Die Fichte habe besonders gelitten, aber auch die Tanne schwächle, während die Douglasie glimpflich davongekommen sei. So werde man künftig die Mischwälder-Anlage forcieren wie auch die Durchforstung und Pflege, um die Wälder resistenter zu machen Für den Holzeinschlag 2022 sind 1400 Festmeter geplant. Nicht außen vor ließ Reck als günstiges Momentum, dass die Preissituation deutlich besser sei als vor einem Jahr. Eine gute Sache zur Verbesserung der Böden sei die Waldkalkung gewesen. Revierförster Peter Kommander trug die Ergebnisse wie auch die Vorausschau im Detail vor. Drei Kulturen werden angelegt. Viele Durchforstungen beim Laubholz mit zirka zweihundert Festmeter kündigte er an. Insgesamt werde eine Kulturfläche von 1,7 Hektar in naturnahe Wälder umgewandelt. Auch der sogenannte „Waldrand-Naturschutz“ werde ins Auge gefasst. Bürgermeister Armin Kiemel ging auf die Bedeutung des Gemeindewalds ein. Bei einer Markungsfläche von 7161 Hektar nehme der Wald rund die Hälfte ein, davon seien zirka 200 Hektar gemeindeeigene Fläche. „Wir sind offen für den Ankauf weiterer Waldflächen“, blickte Kiemel in die Zukunft. Der Waldbericht wurde vom Gremium einstimmig und positiv entgegengenommen.

„Wir sind offen für den Ankauf weiterer

Armin Kiemel, Bürgermeister

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