Imbiss kämpft mit Bauvorschriften und Anwohnern

+
Zum Kocher hin sind die Einrichtungen wie gefordert abgbaut worden.

Der Fleischeslust Barbecue in Abtsgmünd muss nach der Terrasse auch das ungenehmigte Gästezelt entfernen. Wie es mit dem Imbiss trotzdem weitergehen könnte.

Abtsgmünd

Der Fortbestand des „Fleischeslust Barbecue“ in Abtsgmünd ist offenbar mittelfristig gefährdet. Die Baubehörde des Landratsamtes verlangt von den Betreibern ultimativ, das Gästezelt bis Ende August zu entfernen. Der Wirt, Willi Heger, hat eine Idee, was er anstelle des Zeltes aufbauen könnte und hofft auf Genehmigung. Gleichzeitig betreibt er die Eröffnung eines anderen Lokals: in der ehemaligen „Dampflok“ in der Unterkochener Färberstraße (nördlich von Lindenfarb).

Ende Mai hatte diese Zeitung über „Fleischeslust“ berichtet. Anwohner hatten über Geruchsbelästigung geklagt. Dies sei inzwischen nicht besser geworden, meint einer der Anlieger aus der Kocherstraße jenseits des Flusses. Die Schließung des Imbisses fordern sie nicht, hoffen aber nicht wie vor auf Besserung.

Auch Beanstandungen des Landratsamtes waren damals ein Thema. Eine der wichtigeren Forderungen haben Betreiber Willi Heger und seine Frau Janis-Ann erfüllt: Die Terrasse, die sie in den Gewässerrandstreifen des Kochers gebaut hatten, haben sie entfernt. Auch einen nicht genehmigten Zaun. Doch auch der „Gartenpavillon“ (ein Gästezelt) sei nicht genehmigt, teilt Susanne Dietterle mit, die Sprecherin des Landratsamtes. Man habe die betreibe aufgefordert, genehmigungsfähige Pläne einzureichen, doch geschehen sei nichts.

Gästezelt hin oder her - Fleischeslust-Betreiber Willi Heger hat Vorstellungen von der Zukunft. Er denkt daran, anstelle des Zeltes zwei Schiffscontainer aufzustellen und diese umzubauen, eventuell mit einer Terrasse auf dem Dach. Auf jeden Fall aber mit einer leistungsfähigen Abluftanlage. Sollte dies nicht genehmigt werden, deutet er an, Abtsgmünd eventuell verlassen zu wollen, was er als Einheimischer sehr schade fände. Das zweite Standbein in der "Dampflok" in Unterkochen sei jedenfalls nicht als Ersatz für dem Hamburgerspezialisten in Abtsgmünd gedacht.

Bedauern würde dies auch Bürgermeister Armin Kiemel. Kulinarisch wäre dies ein großer Verlust, betont er. Kiemel appelliert an das Betreiberehepaar, auf das Landratsamt zuzugehen und das Gespräch zu suchen, um die Pläne zu erörtern. Auch die Gemeindeverwaltung biete ihre Hilfe an. "Anfang Oktober, wenn alle wieder aus dem Urlaub zurück sind, sollten sich die Beteiligten zusammen an einen Tisch setzen, auch die Anwohner", lädt der Bürgermeister ein. Dabei wolle man dann endgültig nach einer einvernehmlichen Lösung suchen.

Das Gästezelt des "Fleischeslust Barbecue" in Abtsgmünd, in Form eines großen Gartenpavillons, soll bis Ende August abgebaut worden, fordert das Landratsamt von den Imbiss-Betreibern.

Zurück zur Übersicht: Abtsgmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare