Immer mehr Mehrfamilienhäuser in Abtsgmünd

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In neuen Baugebieten wie in der Wasserstube entstehen zunehmend neben Einfamilienhäusern auch Mehrfamilienhäuser.

Der Trend in der Gemeinde geht zum Geschosswohnungsbau.

Abtsgmünd. Die Gemeinde Abtsgmünd konnte 2020 eine positive Entwicklung im Wohnungsbau verzeichnen. Das teilt die Verwaltung mit. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der fertig gestellten Wohnungen von 22 auf 61 um rund 177 Prozent sprunghaft an. Zu verdanken sei dies hauptsächlich der Fertigstellung von Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohnungen, deren Anteil von 6 Prozent (2019) auf 27 Prozent (2020) deutlich angestiegen ist.

Es sei zu erwarten, dass diese Entwicklung auch in den nächsten Jahren weiter anhält. Die Nachfrage nach Wohnraum ist weiterhin sehr hoch. Die Gemeinde versucht durch die Erschließung von neuen Wohnbaugebieten und von Baulückenschließungen dieser Nachfrage gerecht zu werden. Durch das zusätzliche Angebot sollen überdurchschnittliche Mietpreissteigerungen verhindert werden. Durch den Bau der Seniorenresidenz im Hallgarten entstehen 2022 beispielsweise auf einen Schlag 26 zusätzliche betreute Wohnungen. Werden diese bezogen, wird an anderer Stelle Wohnfläche frei. Zudem geht der Trend auch im ländlichen Raum aufgrund schwindender Erschließungsmöglichkeiten zunehmend in Richtung Nachverdichtung. Geschosswohnungen stellen laut Gemeindeverwaltung die attraktivste Alternative dar, um weiterhin Wohnraum in der Gemeinde anzubieten. Insgesamt habe es in der Gemeinde Abtsgmünd 2020 3537 Wohnungen verteilt auf 2277 Wohngebäude. Dies bedeute einen neuen Höchststand.

Mit einer Bevölkerung von 7420 Einwohnern (Stand 31.12.2020) kommen somit auf 100 Wohnungen 210 Einwohner also 2,1 Personen pro Wohnung. Jedem Einwohner von Abtsgmünd stehen im Durchschnitt 51 Quadratmeter zur Verfügung. Das ist doppelt so viel wie noch vor 50 Jahren und liegt über dem aktuellen Landesdurchschnitt von 46,4 Quadratmeter. Dies hänge auch mit der steigenden Anzahl alleinstehender Personen zusammen.

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