Kinderbetreuung wird teurer

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Abtsgmünd nimmt im neuen Kindergartenjahr 2,9 Prozent mehr.

Abtsgmünd. Die Kosten für Kinderbetreuung werden im kommenden Kindergartenjahr in Abtsgmünd um durchschnittlich 2,9 Prozent steigen. Dies hat der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Das Gremium hält sich damit an die Empfehlung der neuen Landesrichtsätze des Gemeindetages.

In der Sitzung erklärte Sonja Rettenmaier, die Leiterin des Amts für Familie und Bildung, dass die Vertreter von Städten, Gemeinden sowie Kirchenleitungen sich auf 2,9 Prozent geeinigt haben, obwohl dies hinter der tatsächlichen Kostensteigerung zurückbleibe. Man wolle so den Auswirkungen der Corona-Pandemie werden, ohne die Elternhäuser stark zu belasten.

Tatsächlich erreicht man den im Land angestrebten Kostendeckungsgrad von 20 Prozent bei Weitem nicht. Alles in allem liege er in Abtsgmünd bei 12,7 Prozent, sagte Sonja Rettenmaier.

Die Elternbeiträge für eine Familie steigen bei einem Kind in einer Regelgruppe von 119 auf 122 Euro monatlich. Bei zwei Kindern steigen sie von 92 auf 95 Euro, bei drei Kindern von 61 auf 63 Euro. Zuschläge müssen wie seither bezahlt werden für verlängerte Öffnungszeiten, Ganztagsbetreuung, den Hort für Schulkinder und die „verlässliche Grundschule“.

Den Hort, der in der Pandemie wenig nachgefragt war, wolle man wiederbeleben, sagte die Amtsleiterin. Dazu wolle man keine Monatsbeiträge mehr erheben, sondern auf den Tag genau abrechnen. In den Schulferien sollen Eltern halbe Horttage für ihre Kinder buchen können.

Zwei Drittel der Betreuungskosten können bei der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden, sagte Rettenmaier. Bis zu 6000 Euro im Jahr, aber nur für Kinder unter 14 Jahren. Umgerechnet auf Stundensätze seien die Kosten für Kinderbetreuung vergleichsweise günstig, sagte sie. Sie liegen, je nach Kinderzahl einer Familie und Einrichtung zwischen 0,69 Euro und 2,44 Euro je Stunde, listete sie auf. Manfred Moll

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