Makerspace - die Denkwerkstatt in der FKVS

+
Insgesamt drei 3D-Drucker stehen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.

Wie mit der Sanierung der Verbundschule ein hochmoderner Projektraum geschaffen werden konnte.

Abtsgmünd Seit Ende 2021 steht den Schülern der Friedrich-von-Keller-Schule (FvKS) eine Hightech-Werkstätte mit modernster Ausstattung zur Verfügung. Im sogenannten Makerspace werden neue Technologien unmittelbar erlebbar.

Mit 3D-Druckern, LEGO Mindstorms Programmiereinheiten, CNC-Fräse und vielem mehr sind der Kreativität der Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlich-technischen Bereich keine Grenzen gesetzt. Sie können nach Herzenslust tüfteln, experimentieren und eigene Ideen Wirklichkeit werden lassen.

Digitalisierung fächerübergreifend erleben

Der Makerspace bietet Schülern die Möglichkeit, verschiedenste analoge und digitale Technologien, Werkzeuge, Maschinen und Software in fächerübergreifenden Unterrichtskonzepten zu entdecken und anzuwenden.

Der Projektanstoß hierzu kam bereits 2018 von Simon Wild, Lehrer an der FvKS und seit 2019 auch Schulnetzberater und stellvertretender Leiter des Kreismedienzentrums des Ostalbkreises. „Moderne Pädagogik sowie Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter setzt nicht nur neueste Technik, sondern auch neue Lernräume voraus.

Mit der modernen Denkwerkstatt Makerspace können die Schüler nun in einem flexiblen Raumkonzept vielfältige Lernaktivitäten erproben. Von der Ideenfindung bis zur Herstellung eigener Modelle bietet dieser Raum reichliche Möglichkeiten. Schüler erhalten hier die Chance, ihre eigenen kreativen Ideen zur Realität werden zu lassen“, erklärt Simon Wild den Ansatz.Dank Unterstützung der Gemeinde Abtsgmünd, die den Makerspace im Rahmen der Sanierung integrierte und der Dr. Albert-Grimminger-Schulstiftung wurde die Denkwerkstatt schließlich Wirklichkeit.

Es entstand ein hochmoderner und ansprechender Projektraum, der zum Forschen und Tüfteln förmlich einlädt. 

Die Angebote im Makerspace sind eingebettet in das Förderkonzept der Verbundschule und sollen vor allem die naturwissenschaftlich-technisch orientierten und leistungsstarken Schüler fördern. Im Technikunterricht der Werkrealschule und Realschule werden z. B. Platinen gefräst, Schaltkreise entwickelt und umgesetzt oder an einem 3D-Drucker neue Modelle erschaffen.

Programmierung und 3D-Druck spielerisch nähern

Die Klassen 5 und 6 können im Rahmen des Wahl-Pflicht-Förderbereichs im Makerspace Projekte für Deutschlands bekanntesten Schüler- und Jugendwettbewerb „Jugend forscht“ umsetzen oder mit den LEGO Mindstorms NXT Einheiten erste Programmierkenntnisse erlernen: Dabei müssen kleine Roboter so programmiert werden, dass sie z. B. einen vorgegeben Parcours bewältigen. Hierbei sind nicht nur abstraktes Denken, sondern auch kreatives Problemlösen und Logik gefragt.

„Ein wesentlicher Bestandteil unseres Förderkonzeptes sind auch schulartübergreifende Projekte zusammen mit dem St. Jakobus-Gymnasium“, erläutert Schulleiterin Nicole Rathgeb, die die Idee des Bildungscampus mit Marco Cataldo, dem Schulleiter des St. Jakobus-Gymnasiums (SJG), sowie Bürgermeister Armin Kiemel ins Rollen gebracht hat. Weitere attraktive Angebote für die Schüler der beiden weiterführenden Schulen sind in Zusammenarbeit mit externen Partnern entstanden.

Im Schuljahr 21/22 findet in Kooperation mit der Firma Kessler + Co. für die Klassen 7 und 8 ein Lehrgang im 3D-Druck „Von der Idee zum Produkt – Deine Idee wird Wirklichkeit“ statt. Außerdem wird gemeinsam mit Marco Nagler, Ausbilder für den Bereich Mechatronik bei Kessler & Co., eine Bahnschranke mit allen notwendigen Funktionen programmiert.

Lehrer und Initiator Simon Wild, Bürgermeister Armin Kiemel, Schulleiterin der FvKS Nicole Rathgeb, Marco Cataldo, Schulleiter des SJG, Hubert Fuchs, Ausbildungsleiter bei Kessler + Co. und Marco Nagler, Ausbildungsleiter Mechatronik bei Kessler + Co (v.

Zurück zur Übersicht: Abtsgmünd

Mehr zum Thema

Kommentare