Mundart zwischen Kocher und Lein

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Ernst Mantel ist ein Barde schwäbischer Mundart und bringt sein Publikum zu Beifallsstürmen
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Ernst Mantel, HASA und die kleinste SWR4-Band sorgen auf dem Zehntscheuerplatz in Abtsgmünd für beste Stimmung mit schwäbischer Mundart natürlich.

Abtsgmünd

SWR4 war am Mittwoch in Abtsgmünd, und mit dabei waren neben Ernst Mantel mehrere Mundartkünstler, die zu einem tollen Sommerabend jede Menge gute Laune und Musik lieferten. Am Zehntscheuerplatz, direkt an der rauschenden Lein, wie Moderator Jürgen Klotz anmerkte, konnten die zahlreichen Gäste Livemusik und Comedy vom Feinsten genießen.

Die kleinste SWR4-Band, besetzt mit Annette Kienzle und Werner Acker, legte zum eh schon warmen Sommerabend ein „Warm-up“ hin und brachte die Zuhörerinnen und Zuhörer in beste Stimmung.

Alles waschechte Schwaben

HASA, Heiners-All-Star-Attraktion, übernahm die kleine Bühne und eröffnete, passend zum Flussufer, mit einer imaginären „Stocherkahnfahrt“ – natürlich alles auf Schwäbisch. „Mir gefällt der schwäbische Sound sehr gut“, antwortete Heiner Reiff auf die Frage von Moderator Klotz, wie er auf diese spezielle und wohl nicht in ganz Deutschland beliebte Sprache als Sangesgrundlage gekommen sei. Klar, die vier Mitglieder von HASA sind alles waschechte Schwaben, können also gar nicht anders. Und Reiff dürfte zudem den eingefleischten Liebhabern von Spätzle, Schwarzwurst und Maultaschen auch bekannt sein als Partner von Ernst Mantel im Duo „Ernst und Heinrich“.

Er jongliert mit der Sprache

Und deshalb standen am Ende auch beide gemeinsam auf der Bühne. Zuvor, nach einer Zwischeneinlage der SWR4-Band, hatte der komödiantische Sprachjongleur sein Publikum fest in seiner Hand. Schwäbisch schnell und als Liedermacher einer der bekanntesten seines Genre, wechselte Mantel zwischen Barde und Komiker, vermischte beides und zelebrierte ein Feuerwerk an Blödeleien. Ob als Zugreisender, der mit „Horscht“ aus dem Bordrestaurant telefonierte und in einer Kakophonie bewies, dass in den meisten Wörtern beim Schwaben mindesten ein „sch“ steckt. Die lieben Verwandten kommen immer zu einer Unzeit, wenn man gar nicht mit ihnen rechnet, wusste Ernst Mantel außerdem zu berichten. Aber auch die Ode an die Schwarzwurst war im Repertoire des Künstlers und wurde vom Abtsgmünder Publikum ebenso mit viel Beifall bedacht wie seine anderen Lieder und Einlagen.

Ein gelungener Abend mit tollen Beiträgen – das stellte der Applaus des Publikums am Ende unter Beweis.

HASA bringen mit ihrer Musik die schwäbische Seele zum Baumeln
Warm-up mit der SWR4-Band

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