Nachfrage nach Kinderbetreuung steigt

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In Abtsgmünd steigt in den Einrichtungen der Bedarf vor allem an U3-Plätzen.

Abtsgmünd. Zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Armin Kiemel bekannt, dass derzeit 36 Ukrainer in der Gemeindeoffiziell gemeldet sind. Darunter sind 23 Erwachsene, vier Kita-Kinder, sieben Grundschüler und zwei an den weiterführenden Schulen. Derzeit gebe es in Abtsgmünd 230 mit Corona infizierte Personen, was einer Inzidenz von 3079 entspreche.

Kindergartenbedarfsplan

Umfangreichste Vorlage in der jüngsten Gemeinderatssitzung war der Kindergartenbedarfsplan 2022/2023 für die Gesamtgemeinde. Fazit: Derzeit sind so gut wie alle angebotenen Plätze in allen Einrichtungen belegt, vor allem die Nachfrage für U3-Kinder steigt weiter stark und fordert Investitionen von der Gemeinde. Rund zwei Millionen Euro gibt die Gemeinde jährlich für die Kinderbetreuung aus, erläuterte Bürgermeister Armin Kiemel, „das Thema ist und bleibt uns sehr wichtig“, ergänzte er. Zudem kämen mit den Kindern der Geflüchteten aus der Ukraine weitere Herausforderungen auf die Gemeinde zu. Da Erzieherinnen und Erzieher fehlen würden, bilde die Gemeindeüberproportional aus und sei immer auf der Suche nach Personal.

Sonja Rettenmaier, Leiterin des Amtes für Familie und Bildung, stellte dem Gremium das umfangreiche Zahlenwerk vor. Derzeit werden in den Einrichtungen der Gemeinde sechs Erzieherinnen ausgebildet, auch die Kirchengemeinden bilden aus, man werbe auch um Personal aus anderen Berufen, etwa Pflegekräfte. Was aber schwierig sei. Um ukrainische Kinder einzugliedern, müsse man eventuell befristet Gruppenstärken erhöhen oder den Personalschlüssel unterschreiten.

Qualität sicherstellen

Um die Kinderbetreuung und deren Qualität gemeinsam sicherzustellen, gab es Gespräche mit allen anderen Trägern in der Gemeinde. Die Kindergartenverträge werden derzeit neu verhandelt und angepasst. Zum 1. März waren alle Gruppen in allen Einrichtungen voll belegt. Man brauche weitere Angebote. So ist eine neue bereits im „Hirtenklinge“ geplant, zudem wird erwogen, den Naturkindergarten um eine zweite Gruppe zu erweitern, vor allem für U3-Kinder.  Bis diese Gruppen bestehen, können nicht alle neue Kinder fristgerecht aufgenommen werden. Es werden weiter vor allem Plätze für U3-Kinder nachgefragt, in den letzten zehn Jahren wuchs diese Zahl von acht auf 41. So sollen in den kommenden Jahren etwa in Untergröningen und Pommertsweiler reguläre in Krippengruppen umgewandelt werden. Derzeit fehlen mittelfristig 20 Betreuungsplätze, langfristig etwa 60.

Die Aufwendungen für die Kindergärten betragen rund 2,6 Millionen Euro, davon 2,4 Millionen für Personal. Dem stehen Einnahmen von einer Million Euro an Landeszuschüssen und 300 000 Euro an Benutzungsgebühren gegenüber, wie die Amtsleiterin erläuterte. Der Gemeinde bleiben inklusiver weiterer Ausgaben rund zwei Millionen Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Plan einstimmig zu. Jürgen Eschenhorn

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