Neubronn im Fokus

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Auf dieser innerörtlichen Grünfläche in Neubronn könnte das Baugebiet "Kalkäcker" entstehen.
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Warum sich die Räte mit den „Kalkäckern“ befassen.

Abtsgmünd. Der Gemeinderat befasste sich bei seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause mit dem Neubaugebiet „Kalkäcker“ in Neubronn. Für das Neubaugebiet müsste man ein Grundstück vom derzeitigen Besitzer kaufen und es müsste ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude einer Landwirtschaft darauf für die Zufahrtsstraße weichen. Zwei Nachbarn des Besitzers brachten in der Bürgerfragestunde Einwände gegen die Planungen ein: Es würde widerrechtlich in Besitzverhältnisse eingegriffen, man handele ohne Verantwortung für den Bürger. Die Neubebauung würde den Charakter des Ortes massiv verändern, die Frage sei, ob Neubronner Bürger dort zum Zuge kämen.

Bürgermeister Armin Kiemel widersprach dem. Man begutachte eine mögliche Planung, das Verfahren würde erst anlaufen, das würde dauern. Bis dahin würde man noch Gespräche führen. Es gäbe derzeit 18 Interessenten für die Bauplätze, darunter sechs Neubronner. Nach der Auslegung der Pläne könnten die Bürger ihre Einwände einbringen.

Die Verwaltung erläuterte dem Gremium die Pläne für das Baugebiet „Kalkäcker“. Es sollen hier auf rund 1,5 ha Fläche 17 neue Bauplätze für Einzel- und Doppelhäuser entstehen. Die Freifläche liegt mitten im Ort. Die Zufahrtsstraße liefe über das angesprochene Grundstück. Kiemel sagte, man müsse nachverdichten, weitere Baugebiete in Randlage seien in Neubronn aufgrund angrenzender Naturschutz- und Wasserschutzgebiete nicht oder nur schwer zu verwirklichen.

Auch die Fraktionen plädierten für die Nachverdichtung und für weitere Gespräche mit dem Grundstücksbesitzer und den Nachbarn. Der Rat stimmte bei einer Enthaltung für den Eintritt ins formale Verfahren.

Baukostenabrechnung

Die Erweiterung des katholischen Kindergartens ist abgerechnet. Von den Gesamtkosten von 900 000 Euro muss die Gemeinde 888 000 Euro bezahlen, etwas unter dem Planansatz. Rund 36 000 Euro fallen außerplanmäßig in den Haushalt 2021. Die Räte stimmten dem zu.

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