Obstbäume laden zur Selbstbedienung

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Bauhofleiter Wolfgang Schrem bringt die gelben Bänder an den Streuobstbäumen der Gemeinde an, von welchen jedermann frei Obst ernten darf.

An Bäumen mit einem gelben Band darf jeder und jede Obst ernten.

Abtsgmünd. Überall im Ostalbkreis sind derzeit Obstbäume zu finden, die mit gelben Bändern markiert wurden. Sie zeigen an, dass von diesen Bäumen das Obst frei geerntet werden darf. „Wir stärken damit den Streuobstbau und schärfen das Verantwortungsgefühl für die Natur“, so Landrat Dr. Joachim Bläse in einer Pressemitteilung. Für die Aktion wurde den teilnehmenden Kommunen die gelben Bänder vom Landratsamt zur Verfügung gestellt. Diese bestehen aus organischem Material und sind somit nicht umweltschädlich, sondern zersetzen sich mit der Zeit von selbst, heißt es weiter.

„Nix verkomma lassa!“

Auch die Gemeinde Abtsgmünd beteiligt sich an diesem vorbildlichen kreisweiten Projekt. Die Mitarbeiter des Bauhofes bringen seit vergangener Woche die gelben Bänder an den vielen gemeindeeigenen Obstbäumen an. Von diesen darf sich nun jeder vorbeikommende Spaziergänger selbst bedienen. Gerne dürfen die Abtsgmünder Bürgerinnen und Bürger das Obst auch, gemäß dem schwäbischen Lebensmotto: „Nix verkomma lassa!“, in größeren Mengen ernten und zu Saft weiterverarbeiten.

Streuobstbäume und Streuobstwiesen sind wichtige Lebensräume für Tiere, Insekten und Pflanzen aller Art. Um die Artenvielfalt weiterhin zu fördern, ist ihre Erhaltung daher essenziell. Doch das Obst dieser Bäume wird leider oft nicht geerntet und verfault daher, obwohl einige Menschen Interesse daran hätten, es zu nutzen.

„Verderbendes Fallobst widerspricht auch dem Ziel, der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken“, meint Landrat Bläse.

Das findet auch Abtsgmünds Bürgermeister Armin Kiemel. „Wir beteiligen uns daher gern an der Aktion.“

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