Partnerschaft, Freundschaft und Kultur

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Frauenpower-Vorstandsmitglieder des Abtsgmünder Partnerschaftsvereins, von links: Annette Rospert-Schmidt, Michelle Orichel, Gertrud Ocker, Natali Kirchmaier, Gisela Bauer.

Gruppe aus Abtsgmünd reist diese Woche nach Castel Bolognese.

Abtsgmünd. Am Donnerstag dieser Woche will in aller Frühe eine 51 Köpfe starke Reisegruppe aufbrechen, um die italienische Partnergemeinde Castel Bolognese zu besuchen. Morgens um 6 Uhr wird der Bus planmäßig an der Kochertal-Metropole abfahren und man hofft, nachmittags gegen 17 Uhr am Ziel einzutreffen.

Seit 2006 besteht diese Partnerschaft Abtsgmünds mit dem italienischen Städtchen in der Provinz Ravenna.

In der Provinz Ravenna sind die Abtsgmünder gewissermaßen in guter Gesellschaft. Denn auch Aalen (Cervia), Adelmannsfelden (Bagnara), Bartholomä (Casola Valsenio), Bopfingen (Russi). Hüttlingen (Cotignola), Kirchheim am Ries (Solarolo) Neresheim (Bagnacavallo) und Schwäbisch Gmünd (Faenza) pflegen Städtepartnerschaften in dieser Region. Und nicht zuletzt unterhält der Ostalbkreis eine Partnerschaft zur Provinz Ravenna.

Albanien kommt hinzu

Natürlich sind nicht alle dieser italienischen Städte und Gemeinden nur mit Partnergemeinden aus dem Ostalbkreis verbandelt. So wird jetzt Castel Bolognese eine Partnerschaft mit einer albanischen Kommune eingehen. Die offizielle Feier dafür ist auf Samstag, 10.30 Uhr, im Rathaus von Castel Bolognese angesetzt. Und natürlich sind die Freunde aus Abtsgmünd dazu eingeladen.

"Ich schreibe gerade an meiner Rede", sagt die Gertrud Ocker, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Abtsgmünd, als sie ein Anruf aus der SchwäPo-Redaktion erreicht. "Sie soll kurz sein, höchstens zehn Minuten", erklärt sie. Auch Bürgermeister Armin Kiemel solle nicht länger sprechen, habe es aus Castel Bolognese geheißen. Klar, denn die Abtsgmünder werden wohl bei Weitem nicht die einzigen sein, die bei diesem offiziellem Anlass das Wort ergreifen werden.

Der Samstag ist denn auch der zentrale Tag dieser Reise. Denn am Nachmittag findet auf dem Campus in Castel Bolognese das Spiel ohne Grenzen statt ("Giochi senza Frontiere"). Daran nehmen jeweils fünf Vertreter aus Castel Bolognese, aus Albanien und aus Abtsgmünd teil. Für die Kochertalgemeinde treten die Tanzmädchen von "Abtsgmünd International" an. Und der Abtsgmünder Partnerschaftsverein wird an Ort und Stelle 200 Liter Bier und 400 Rote Würste verkaufen.

Tags zuvor, am Freitag, steht Kultur auf dem Programm: eine Exkursion nach Florenz. Der Bus zum Bahnhof startet planmäßig um 6.30 Uhr. "Wir werden zwei deutschsprachige Führungen haben", kündigt Gertrud Ocker an.

Daneben wird es auch Zeit zur freien Verfügung geben – Zeit, die besonders denen am Herzen liegt, die persönliche Kontakte nach Castel Bolognese haben. "Es sind inzwischen feste Freundschaften zwischen Italienern und Deutschen entstanden", sagt die Vorsitzende des Abtsgmünder Partnerschaftsvereins. "Eine ganze Reihe von Leuten aus der Reisegruppe sind demzufolge auch privat untergebracht. Die anderen werden im Hotel Cavallino ("Rössle") in der Nachbarstadt Faenza übernachten. Am Sonntagabend will man zurück in Abtsgmünd sein.

Die ganze Organisation liegt übrigens in den Händen des Partnerschaftsvereins. "Aber wir erhalten einen Zuschuss von der Gemeinde", freut sich Gertrud Ocker, die seit Ende Juni 2017 die Vorsitzende des Vereins ist, als Nachfolgerin von Armin Friedrich.

Frauenpower-Team

Übrigens ist der fünfköpfige Vorstand eine reine Frauenriege, was bei Vereinen nicht gerade an der Tagesordnung ist. "Wir sind ein Freuenpower-Team", meint Gertrud Ocker dazu. "Wir arbeiten ganz hervorragend zusammen."

Jetzt hoffen alle auf gutes Wetter. Am Südrand der Po-Ebene ist es zwar noch sommerlich warm, aber in den letzten Tagen bestimmte ein Tiefdruckgebiet die Witterung. Die Vorhersage für den Rest der Woche erlaubt jedoch die Hoffnung auf mehr Sonne.

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