Sechs Anfragen fürs Gewerbegebiet

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Abtsgmünd im Kochertal aus der Luft betrachtet.
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Wie es mit dem gut 16 000 Quadratmeter großen Gebiet Dettenried-Süd entlang der L 1080 nun weitergehen wird.

Abtsgmünd

Der Bebauungsplan Hirtenklinge soll, wie bereits berichtet, geändert werden. Der Gemeinderat billigte den vorgelegten Bebauungsplan, er soll öffentlich ausgelegt werden.

Dettenried-Süd ist gefragt

Aktuell liegen der Verwaltung sechs Anfragen für rund 16 000 Quadratmeter Bauplatzfläche in dem Gebiet vor. Deshalb sei es für die Gemeinde notwendig, die Planungsgrundlagen für ein großes Gewerbegebiet zu schaffen, sagte Kiemel. Hinzu komme, dass die Firma Kessler & Co. sich für den nördlichen Teil des geplanten Gewerbegebietes Dettenried-Süd mit rund 10 ha entlang der L 1080 für eine mögliche Erweiterung interessiere. Damit sollen Entwicklungsmöglichkeiten für den immer wichtiger werdenden Elektroantrieb geschaffen werden. Auf den zukünftigen Dachflächen soll die bereits bestehende PV-Anlage mit rund 12 MWp ebenfalls erheblich erweitert werden. Durch die große, zusammenhängende Bauplatzfläche für die Firma weniger öffentliche Straßen und Versorgungsleitungen benötigt, die Erschließung wird dadurch erheblich günstiger. Auch die Ableitung des Oberflächenwassers könnte auf drei Bereiche aufgeteilt werden. Damit wäre kein aufwändiger Kanalbau Richtung Lein erforderlich. Nach eingehender Diskussion beschloss der Gemeinderat, den Beschluss öffentlich bekannt zu machen, den vorgestellten Entwurf zu billigen und die Öffentlichkeit frühzeitig am Verfahren zu beteiligen.

Kiemel ergänzte, dass die Gemeinde, um privaten Grundstücksspekulationen vorzubeugen und zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung, eine Vorkaufsrechtsatzung für Dettenried Süd erlassen wolle. Der GR beschloss dies einstimmig.

Weitere Baumaßnahmen

Als geschwindigkeitsreduzierende Maßnahme wurde am Ortseingang Hohenstadt eine „schlafende Fußgängerampel“ gebaut. Ortsbaumeister Löcher informierte über die Herstellungsarbeiten. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 121 529 Euro und liegen somit 9725 Euro unter der Kostenberechnung. Der Kostenanteil des Landes Baden-Württemberg liegt bei rund 27 800 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde Abtsgmünd bei knapp 93 000 Euro. Der GR nahm die Abrechnung zustimmend zur Kenntnis.

Löcher erläuterte dem Gremium Schritt 1 der geplanten Erweiterung der Kläranlage Untergröningen. Die Kosten für den ersten Funktionsabschnitt belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro. Der Zuschuss des Landes beträgt rund 1,1 Millionen Euro, der Eigenanteil der Gemeinde 890 000 Euro. Die Kosten für die Verlegung der Breitbandleerrohre liegen bei 690 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss, die vorgestellte Planung zu billigen und die Ausschreibung auf Basis und Umfang der vorhandenen Planungsunterlagen auszuschreiben. Der Gemeinderat billigte wie der TA zuvor (wie berichtet) die vorgestellte Planung zum Mehrgenerationen-Park in Untergröningen.

Sonstiges

Bei den Sanierungsarbeiten an der Kochertal-Metropole sind weitere Baumängel festgestellt wurden, die nicht bekannt waren. So sind tragende Balken in der Dachkonstruktion durchgefault, die Außendämmung wurde nicht fachgerecht hergestellt, der Blitzableiter ist ohne Funktion. Im Ausaal und im Foyerbereich wurde die Akustikdecke überstrichen. Die Mehrkosten betragen rund 300 000 Euro.

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