Sorgen macht die Heizung für die Schule

 Wie sich Kindergarten und Schule entwickeln und wie es im Winter wird.

Abtsgmünd-Pommertsweiler. Mit der aktuellen Entwicklung von Kindergarten und Schule im Ort befasste sich der Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung. Zudem macht die Entwicklung der Energiepreise Sorgen.

Kindergartenbedarfsplan: Der Kindergarten war ursprünglich einmal 3-gruppig geplant, dann lange nur 1-gruppig geführt, seit einem Jahr werden wieder zwei Gruppen mit derzeit 36 Kindern betreut, davon 6 U3-Kinder, die zwei Plätze belegen, wie Ortsvorsteher Egon Ocker berichtete. Eine Gruppe ist altersgemischt mit 22 Kindern, die andere derzeit mit 12 Plätzen belegt. Sie soll vergrößert werden. Aktuell gibt es eine Reihe Neuanmeldungen, auch aufgrund des neuen Baugebiets.

Drei verschiedene Betreuungszeiten können derzeit gebucht werden. Personell sei man gut aufgestellt, mit den Beiträgen wird aber nur ein Deckungsgrad von 15,4 Prozent erreicht, statt der vorgeschriebenen 20 Prozent.

Kindergarten mit neuer Heizung und Solar

Er ergänzte, dass vor kurzem die alte Heizung durch eine Luftwärmepumpe ersetzt wurde. Bürgermeister Armin Kiemel ergänzte, der Ort sei hier gut ausgestattet, gut sei auch die PV-Anlage auf dem Kindergarten, die die Wärmepumpe autark mit Strom versorge.

Eltern sind mit der Grundschule glücklich

Die Grundschule im Ort gehört mit derzeit 13 Schülern zu den kleinsten im Ostalbkreis. Sie wird als „Familienklasse“, also mit einer Klasse für alle Stufen 1 bis 4 geführt. Im kommenden Schuljahr werden 17 Schüler, im Jahr 23/24 dann 26 erwartet. Dann werden wieder zwei Klassen gebildet. Als wichtig bezeichnete es Ocker, dass Eltern und Großeltern sich in der Betreuung am Vormittag engagieren. Die Eltern seien sehr zufrieden mit der Arbeit der Schule.

Heizung: Kostensteigerung bis zu 860 Prozent möglich

„Bei der Energieversorgung und der Schule insgesamt gehen wir auf spannende Zeiten zu“, sagte Kiemel. Für einen neuen Gasversorgungsvertrag seien für die Gemeinde Steigerungen von 860 Prozent im Gespräch. Notfallpläne würden derzeit überall erarbeitet, um Sparmöglichkeiten zu eruieren.

Zudem müssten Grundschulen bis 2026 Ganztagesbetreuung anbieten können, das sei sicher nicht in jeder Schule möglich, denn man müsse Mensa und vor allem Personal vorhalten.

Joachim Hug (FW) sagte, die Grundschule sei dem Ort wichtig, sie müsse erhalten bleiben. Ocker und Kiemel entgegneten, eine Schließung stehe nicht zur Debatte. Die Frage sei, was man sich auf Dauer leisten könne.

Angesichts der Preisentwicklung bei Gas sei zu prüfen, ob für die zusammenhängenden Gebäude Schule, Halle, Feuerwehr eine Hackschnitzelanlage zur Beheizung eine lohnende Alternative wäre, regte Ralf Stütz (FW) an. Bis zum 31. Dezember gebe es noch Förderung, Holz hätte man in eigenen Wäldern genug. Kiemel sagte, eine kommunale Wärmeplanung sei in Auftrag gegeben, das Ergebnis müsse man abwarten. Er und Ocker sagten zu, man müsse an dem Thema dran bleiben, alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Diverse Baumaßnahmen in Pommertsweiler

Die Gemeindeverbindungsstraßen Fischbach – Rottal, Grillhütte – Straßdorf, Lutstrut – Büchelberger Grat und Neumühle – Hinterbüchelberg werden für insgesamt rund 35 000 Euro saniert. In der Unteren Straße werden 30 000 Euro investiert. Hier werden aber jetzt keine Gasleitungen verlegt, da aufgrund der aktuellen Preisentwicklung und einer neuen Befragung der ODR kein Anwohner mehr Gas möchte. Alle anderen Leitungen inklusive Wasser werden neu gelegt wie geplant.

Nach dem Austausch der alten Straßenbeleuchtung in LED-Lampen wurde an verschiedenen Stellen Verschlechterungen festgestellt, besonders dort, wo der Abstand der Masten größer ist. Es werde von der beauftragten Firma nachgebessert, indem zusätzliche Leuchtkörper angebracht werden oder die Strahlungswinkel derselben geändert wird, sicherte Kiemel zu. 

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