Tunnel für den Krummbach

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Vorschlag im Rahmen der Flussgebietsuntersuchung „oberer Kocher“: Die Bundesstraße 19 und den Kanal für den Krummbach unterdükern, wie das im Fachjargon heißt. Machbar wäre dieser Vorschlag. Grafik: ca

Ungewöhnlicher Vorschlag zum Schutz vor Hochwassern, aber zuschussfähig nach geltenden Regeln.

Abtsgmünd

Örtlicher Hochwasserschutz unmittelbar östlich des Gewerbegebietes von Kessler und Co. sowie Aprithan wäre machbar, entsprechend der Förderrichtlinien des Landes. Diese Nachricht brachte ein Vertreter des Ingenieurbüros Winkler und Partner, Stuttgart, in die Sitzung des Abtsgmünder Gemeinderats am vergangenen Donnerstagabend.

Diplomingenieur Erhard Binder erklärte, dass der zu erwartende Nutzen die Baukosten übertreffe. Letztere liegen bei einer Million Euro, laut einer ersten Ermittlung. Schäden eines 100-jährigen Hochwassers würden mit 1,6 Millionen Euro errechnet. Der sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor liege damit bei 1,45. Er muss über 1,0 liegen, damit das Land eine Hochwasserschutzmaßnahme bezuschusst.

Untertunnelung der Bundesstraße geplant

Überraschenderweise schlägt das Ingenieurbüro eine Untertunnelung der Bundesstraße 19 und des Hüttenwerkskanals für den Krummbach vor. Der Bach mündet seither in den Hüttenwerkskanal, der bei Hochwasser gerne überläuft und dann Schäden in den Betrieben verursacht.

Der Krummbach würde so direkt in den Kocher münden. Ein Vorteil vor allem bei einem sogenannten Starkregenereignis. Denn das Wasser des Krummbachs wäre bei dieser Lösung bereits an Abtsgmünd vorbeigeflossen, bevor noch die Hochwasserwelle aus Aalen und Hüttlingen heranrauscht. Außerdem sollten 1600 Meter Schutzdeich und eine Hochwasserschutzwand gebaut sowie mobile Schutzeinrichtungen angeschafft werden.

Abstimmen beim Hochwasserschutz

Die Rätinnen und Räte nahmen dies zur Kenntnis. Robert Kruger appellierte im Namen des gesamten Gemeinderats dafür, dass sich die flussaufwärts liegenden Städte und Gemeinden beim Hochwasserschutz abstimmen und engagieren sollten.

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