Was Abtsgmünd aktuell beschäftigt

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Trotz Pandemie zeigt der Haushaltszwischenbericht einen positiven Trend. Die Schuldentilgung läuft.

Abtsgmünd. Bei der letzten Sitzung des Abtsgmünder Gemeinderats vor der Sommerpause hatte das Gremium noch einmal eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Bürgerfragestunde: Ein Bürger fragte in Anbetracht der jüngsten Flutkatastrophen nach der Sicherheit des Damms am Laubachstausee. Bürgermeister Armin Kiemel, sagte, der Damm sei mehrmals verstärkt worden und nach menschlichem Ermessen sicher. Aber ganz sicher sei man nie. Ein anderer fragte, ob die Sanierung der Straße von Abtsgmünd nach Fachsenfeld notwendig sei. Sie fördere die Zunahme des Verkehrs durch Wohngebiete. Kiemel antwortete, die Straße sei die kürzeste Verbindung der beiden Orte und werde von Autos und Radfahrern viel genutzt. Sie müsse daher sicherer werden.

Finanzen: Der Jahresabschluss 2019 fiel für die Gemeinde positiv aus, wie Kiemel meinte. Das Ergebnis belief sich auf 3,8 Millionen Euro deutlich über Plan, vor allem bedingt durch 1,6 Millionen höhere Steuereinnahmen und rund eine Million weniger Aufwendungen. Das Eigenkapital konnte somit auf rund 69,7 Millionen Euro aufgestockt werden.

Der Eigenbetrieb Wasserversorgung erwirtschaftete 2019 einen Gewinn von rund 30 700 Euro. Der Gemeinderat stimmte beiden Abschlüssen zu.

Haushalt: Der Haushaltszwischenbericht zum 30. Juni 2021 der Kämmerei zeigt trotz Corona einen positiven Trend. Investitionen und Einnahmen liegen derzeit im Plan. Größte Investitionen sind das Rettungszentrum, die Sanierung der Friedrich-von-Keller-Schule und die Erschließung diverser Baugebiete. Es konnten bisher rund 152 000 der rund 3,8 Millionen Euro Schulden getilgt werden, am Ende des Jahres sollen es noch 2,7 Millionen Euro Schulden sein. Da wäre eine Pro-Kopf-Verschuldung von 357 Euro.

Feuerwehr: Ebenso genehmigte der Rat einstimmig die Bestellung eines neuen Gerätewagens GW-L2, der laut Feuerwehrkommandant Schmid gerade bei Starkregenereignissen, die gehäuft erwartet werden, wertvolle Dienste leisten könne. Das Fahrzeug kostet insgesamt rund 338 000 Euro, wovon 66 000 Euro an Zuschuss kommen.

Breitband: Für rund 12,45 Millionen Euro netto soll in der Gesamtgemeinde das Breitband ausgebaut werden, rund 1,25 Millionen Euro muss die Gemeinde selbst tragen. Die Planungen wurden jetzt in zwei Losen vergeben. Das Büro Corwese plant die Arbeiten in der Gesamtgemeinde für rund 400 000 Euro, eingeplant waren hier 1,3 Millionen Euro. Trotz der großen Differenz werden alle Planungen komplett ausgeführt, sagte Kiemel. Das Büro kp Engineering plant die Arbeiten im Gewerbegebiet Untergröningen für 60 000 Euro. Die Planungen wurden einstimmig vergeben.

Digitales Rathaus: Jan-Marc Held vom Hauptamt gab einen Zwischenstand zur Digitalisierung der Abläufe im Rathaus. Sie schreitet stark voran, bei Postverkehr, Aktendigitalisierung, neuer Webseite, und anderen Dienstleistungen. „Aber es wird auch weiterhin Bürgerkontakt und Schriftverkehr geben“, versprach Bürgermeister Armin Kiemel. Jürgen Eschenhorn

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