Wichtig: das Einbeziehen

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Barrierefreie Seniorenwohnungen im Ort wie hier im Hallgarten sind ein wichtiges Anliegen des Seniorenrates. Foto: Eschenhorn, Jürgen
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Wie agil der Abtsgmünder Seniorenrat ist und was in den sechs Jahren seines Bestehens schon alles umgesetzt wurde.

Abtsgmünd

Seit jetzt sechs Jahren gibt es in der Gemeinde einen Seniorenrat mit Beteiligten aus Institutionen, die alle mit Senioren arbeiten, und aus der Verwaltung. Ziel der Arbeit des Rates ist es, Seniorinnen und Senioren am Alltag in der Gemeinde teilhaben zu lassen und ihnen adäquate Wohnverhältnisse zu bieten.

2015 hatte der Gemeinderat Abtsgmünd die Aufstellung eines  Seniorenentwicklungsplans beschlossen, 2016 dann die Bildung eines Seniorenrats.

Diesem gehören heute neben Bürgermeister Armin Kiemel noch Laura Hirth von der Verwaltung als Ansprechpartner und Koordinatorin, dazu Vertreter aus dem Gemeinderat und von Institutionen wie der Stiftung Haus Lindenhof, der Sozialstation, der Vereine und anderer, die mit Senioren arbeiten und zu tun haben. Vorsitzende ist Luitgard Angstenberger, die selbst lange Jahre selbst im Gemeinderat saß.

Kurz nach Bildung des Rates waren die Abtsgmünder Bürger, die über 60 Jahre alt sind, angeschrieben und mittels Fragebogen unter anderem zu ihrer Lebenssituation, Wohnverhältnissen und Verbesserungswünschen befragt. „Daraus bekamen wir bei einem guten Feedback ein umfassendes Bild und eine Liste von Handlungsfeldern“, erläutert Bürgermeister Armin Kiemel.

Seitdem trifft sich der Rat regelmäßig, meist einmal im Monat zum Austausch, 2020 wurde der Seniorenentwicklungsplan fortgeschrieben. Und seit 2016 versucht man gemeinsam, Maßnahmen um zusetzen, die dazu beitragen, Senioren in das Alltagsleben der Gemeinde zu integrieren, sie dort teilhaben zu lassen. „Abtsgmünd soll einfach bis 2030 barrierefrei für sie werden“, sagt Kiemel. Dazu wurde ein Leitfaden aufgestellt, der kurz-, mittel- und langfristige Ziele enthält.

So wurden öffentliche Gebäude barrierefrei umgebaut, 2017 wurde die Initiative „Rettung aus der Dose“ ins Leben gerufen, ein ehrenamtlicher Fahrdienst hilft den Senioren, Termine wie Arztbesuche wahrzunehmen, ein Seniorenwegweiser mit vielen Tipps wurde aufgelegt.

Seit 2018 gibt es im Rathaus eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen, seit 2019 eine Toilette für alle mit Behindertenlift und Wickeltisch für Erwachsene. „Wichtig war dem Rat die Schaffung von betreuten Seniorenwohnungen, wie sie gerade im Hallgarten fertig gestellt werden“, ergänzt Kiemel.

„Wir müssen die Senioren einbeziehen und als größer werdende Gruppe wahrnehmen“, sagt Luitgard Angstenberger. Man habe in guter Zusammenarbeit im Rat und mit anderen Gremien viel geschaffen, so auch Freizeit- und Treffmöglichkeiten.

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