Abtsgmünder Haushalt: mehr Einnahmen als gedacht

Gute Nachrichten überbringt der Kämmerer. Energieversorgung und Breitband sind weitere Themen im Rat.

Abtsgmünd. Zukunftsthemen standen auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause. So wurde von der Verwaltung der Haushaltszwischenbericht vorgelegt, aber auch Ideen zur zukünftigen Energieversorgung und zu weiterer Digitalisierung wurden diskutiert.

Haushalt:  Tobias Maier, Leiter der Finanzverwaltung, stellte dem Gremium den Haushaltszwischenbericht zum 30. Juni 2022 vor. Damit soll der GR zum Halbjahr einen Einblick in den Verlauf des Haushaltsjahres bekommen. Bürgermeister Armin Kiemel sagte, bisher sei das Jahr besser verlaufen als geplant. Die Einnahmen aus Gewerbesteuer, Einkommenssteueranteil und anderen Posten liegen höher als geplant, sodass das eingeplante Defizit im Haushalt von rund 2,2 Millionen Euro wohl niedriger ausfallen wird. Bei der Gewerbesteuer seien die Nachzahlungen für 2021 höher ausgefallen, es gäbe aber auch bereits angekündigte Reduktionen für das 2. Halbjahr einiger Betriebe, sagte Maier. Die Aufwendungen liefen bisher wie geplant, auch geplante Investitionen und Personalkosten. Der Schuldenstand beläuft sich auf rund 2,65 Millionen Euro, etwa 337,14 Euro je Einwohner. Für den weiteren Verlauf verwies Kiemel auf steigende Energiekosten bei Gas und Sprit für die Fahrzeuge der Gemeinde. Man mache sich Gedanken über mögliche Sparmaßnahmen im Herbst und Winter, beispielsweise im Hallenbad, Schulen, öffentlichen Gebäuden  und den Sporthallen oder der Straßenbeleuchtung. Man habe aber auch schon einiges getan.

Energieversorgung: Zusammen mit einem Fachbüroaus Freiburg  möchte die Gemeinde eine „webbasierte Photovoltaikplanung“ auf der Homepage der Gemeinde erstellen. Darauf soll jeder Eigenheimbesitzer die Möglichkeit und den Nutzen der Installation einer PV-Anlage auf seinem Dach selbst eruieren können, als Vorinformation vor einem Gespräch mit einer Fachfirma. Das Fachbüro sieht gute Möglichkeiten für viele Häuser, Kiemel verwies aber auch auf begrenzte Leistungsfähigkeit der Stromnetze zur Aufnahme. Mittelfristig könne man aber viel Strom selbst produzieren.

Breitband: Im Rahmen zum geplanten „Weiße Flecken-Programm“ sollen für 20 Millionen Euro 918 Haushalte einen Glasfaseranschluss erhalten. Bund und Land haben nun zusätzlich ein „Graue-Flecken-Programm“ zum Anschluss weiterer 680 Haushalte der Gemeinde an Glasfaser aufgelegt, ebenfalls mit 90 Prozent Förderung.  Investiert werden noch einmal 9 Millionen Euro in weitere 18 Kilometer Kabel. Dafür soll jetzt ein Antrag gestellt werden, wie der GR beschloss.

Digitalisierung: Die kommunale Verwaltung baut ihr digitales Angebot weiter aus. So können jetzt auch Bauanträge und Bodenrichtwerte online abgefragt werden. Weitere Angebote sind in Vorbereitung. Es wird aber laut Kiemel auch weiter die persönlichen Angebote in den Rathäusern geben.

Kinderbetreuung: Die Gemeinde erhöht ihre Beteiligung an den Ausgaben der kirchlichen Kindergärten ab 2023 von 87 auf 94 Prozent. Das ergibt für die evangelischen Kindergärten ein Zuschuss von 240 000 Euro, für die katholischen von 540 000 Euro.

Gewebegebiet: Im „Dettenried“ soll südlich der Landstraße ein Gewerbegebiet entstehen, wurde 2020 beschlossen. Interesse von Firmen ist da. Für den damals beschlossenen erschließungsplan verlangen die Behörden Nachbesserungen bezüglich der Entwässerung. Deshalb wurde die damals beschlossene Veränderungssperre vom GR einstimmig um ein Jahr verlängert.

Sonstiges: Ein Raum im Heimatmuseum im Schloss Untergröningen wird zu einem Trauzimmer gewidmet, die Nachfrage sei groß.

Für den geplanten Mehrgenerationenplatz in Untergröningen, den 1. Abschnitt der neuen Leitung aus Wegstetten zur Sammelkläranlage, sowie verschiedene Maßnahmen in der Kochertalmetropole und am Rettungszentrum sind die beantragten Zuschüsse bewilligt worden. ⋌  je

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