Bei Untergröningen entsteht bald die Trasse

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Für die Teilortumfahrung werden zur Zeit Vorarbeiten erledigt, die eigentliche Trasse verläuft später weiter links.
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Die Vorarbeiten laufen. Wo derzeit gebuddelt wird und wann die Umfahrung fertig sein soll.

Abtsgmünd-Untergröningen. Seit Juni laufen die Vorarbeiten für die neue Teilortsumgehung um Untergröningen. Der Ort legt große Hoffnungen auf eine Beruhigung des Durchgangsverkehrs, vor allem auf die Verlagerung des immensen Schwerlastverkehrs, wie Ortsvorsteher Thomas Bacher sagt.

Auf der Baustelle sind jetzt die Arbeiten an den Leitungsquerungen unter dem Kocher mit der  Neuverlegung von Druckleitungen, Kanälen, Wasserleitungen und Leerrohren abgeschlossen, wie das Ortsbauamt Abtsgmünd mitteilt. Dazu war vor den Bauferien der Kocher kurzzeitig aufgestaut worden, damit die Rohre unter dem Bachbett verlegt werden konnten. Jetzt fließt er wieder darüber hinweg. Die bisher genützten Querungen werden jetzt verfüllt, die alten Rohre in der Umgebung abgebrochen. Dazu liegen – nach den Bauferien – die Arbeiten am neuen Regenüberlaufbecken in den Endzügen, da an der Stelle, wo das alte lag, die neue Brücke über den Kocher entsteht. Ebenso wird noch am neuen Auslaufwerk mit Anschlüssen zum Kocher gearbeitet. Es soll Wassermengen, die das Überlaufbecken nicht verarbeiten kann, direkt in den Kocher leiten. Auf der nördlichen Seite wird in den nächsten Tagen das Gelände bereits wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Die Arbeiten führt das Unternehmen Eichele aus, die Kosten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Bis Mitte kommenden Jahres sollen die Vorarbeiten abgeschlossen, alle Anschlüsse eingebaut und erste Straßenteile asphaltiert sein. Die neue Brücke und die eigentliche Trasse müssen von der Gemeinde noch europaweit ausgeschrieben werden und werden danach gebaut. Danach werden die Renaturierung und das Erlebbarmachen des Kochers sowie weitere Hochwasserschutzmaßnahmen angegangen, die zum Großteil vom Land bezuschusst werden.

„Nachdem jetzt begonnen wurde, denke ich, dass die Teilortumgehung endlich Wirklichkeit wird“, schmunzelt Ortsvorsteher Thomas Bacher und verweist auf jahrzehntelange Gespräche darüber. Für den Ort sei sie eine enorme Entlastung, vor allem, wenn der Schwerverkehr aus der Ortsmitte heraus komme. „Denn viele Laster umfahren die Maut durchs Kochertal“, ergänzt er. Er geht davon aus, dass die Umfahrung Ende 2024, Anfang 2025 letztlich fertig sein könne.

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