Ein Wiedersehen im Himmel?

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Köbi Schneebeli im "Treffpunkt Frohe Botschaft" in Hüttlingen. Er ist dort Pastor und Gemeindeleiter der bibeltreuen Gemeinde, Klavierlehrer und nun auch Autor.
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Köbi Schneebeli hat sein Buch "Ich möchte dich im Himmel wiedersehen ..." veröffentlicht. Ein Gespräch über sein Werk, das Leid und den Weg in den Himmel.

Hüttlingen. "Ich hoffe, wir sehen uns im Himmel wieder", sagt KöbiSchneebeli zu seiner Gesprächspartnerin. Die denkt sich: "Hoffentlich nicht so bald. Aber warum nicht, wenn es einmal so weit ist." Aber welcher Weg führt eigentlich in den Himmel? Das verrät der Hüttlinger in seinem Buch "Ich möchte dich im Himmel wiedersehen ...". Nein, eine Anleitung gibt's darin nicht. Eher Ratschläge. Denn nicht alle kommen in die Himmel, wie der Klavierlehrer sagt. "Die Menschen, die durch Jesus zu Gott gefunden haben, sehen sich wieder." Die anderen seien ewig getrennt voneinander, glaubt Schneebeli. Das Motto: "ewige Herrlichkeit oder ewige Trennung".

Der Vater von fünf Kindern sieht in seinem Werk einen Mutmacher für Menschen, die in einer schweren Lebenslage sind. Denn mit schweren Lebenslagen kennt sich der Hüttlinger aus. Seine erste Ehefrau Henriette erkrankte an Leukämie. Knochenmarktransplantationen und lange Klinikaufenthalte folgten. Bei jedem Anruf der Ärzte rutschte dem besonnen wirkenden Mann das Herz in die Hose. Jedes Mal dachte er: Jetzt ist es zu Ende.

Verabschiedung am Krankenbett: "Ich möchte euch im Himmel wiedersehen", sagte die todkranke Henriette, damals 49 Jahre jung. Für Schneebeli ein dicker Grashalm, an dem er sich festhielt und festhält. "In diesem Satz steckt die Hoffnung, dass das Leben nach dem Tod nicht vorbei ist", sagt er. 28 Jahre lang waren die beiden verheiratet. "Wir erlebten eine wundervolle Zeit. Sie war eine liebevolle Frau", sagt Schneebeli, der inzwischen mit Zita verheiratet ist. So groß der Schmerz in dieser Zeit war, so sehr habe er in dieser Zeit zu Gott gefunden - die Erlebnisse, Gedanken hat er in seinem Buch festgehalten. Er erlebe im Alltag immer wieder, wie Gott auf von ihm gestellte Fragen antwortet. Beispiel gefällig? In der Bibel stehe, dass es nicht gut ist, wenn der Mensch allein ist. Bei einem Waldspaziergang beschloss der Hüttlinger, dass er sich nicht vorstellen kann, alleine zu leben. Einen Tag später, Schneebeli hört einem Pastor im Gottesdienst zu, zitiert dieser eine Bibelstelle, in der es um das Thema geht. "Ich habe gemerkt, dass mein Anliegen vor Gott angekommen ist. Für mich war das kein Zufall", betont der gebürtige Schweizer. Später lernte er Zita kennen.

Der Klavierlehrer weiß: "Ich bin nicht zufällig hier." Seine Lebensführung hänge mit Jesus zusammen. Doch wer war Jesus überhaupt? Auch auf diese Frage gibt der gelernte Schriftsetzer und Missionar Antworten in seinem Werk. Jesus ist etwa jemand, auf den die Menschen hören sollten, ist darin zu lesen. Gott habe an der Entstehung von "Ich möchte dich im Himmel wiedersehen..." mitgewirkt, da ist er sich sicher.

Für den Pastor- und Gemeindeleiter der bibeltreuen Gemeinde in Hüttlingen wäre es mehr Wert als zehn Millionen Euro, wäre es unbezahlbar, wenn durch sein Buch auch nur ein Mensch zu Jesus, zu Gott finden würde, wie er sagt.

  • Neues Buch in Planung
  • Das 350 Seiten starke Buch "Ich möchte dich im Himmel wiedersehen..." ist im Buchhandel erhältlich für 16 Euro. Köbi Schneebeli arbeitet bereits an einem weiteren Buch. Es trägt den Titel "Die Bibel ist kein Märchenbuch".

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