Entlastung für die Kirchengemeinden

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Abtsgmünder Gemeinderat bespricht die Verteilung der Kosten für die Kindertagesstätten.

Abtsgmünd. Die kirchlichen Kindertagesstätten bekommen von der bürgerlichen Gemeinde mehr Geld. Die Gemeinde ihrerseits erhält mehr Planungssicherheit. So könnte man zugespitzt die Neufassung der Verträge mit der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde zusammenfassen.

Verteilung Betriebsausgaben

Amtsleiterin Sonja Rettenmaier und Bürgermeister Armin Kiemel erläuterten, was in Verhandlungen mit den örtlichen Kirchengemeinden erarbeitet wurde. Demnach warten insgesamt deutliche finanzielle Verbesserungen auf die Kirchengemeinden als Kindergartenträger: 94 Prozent der Betriebsausgaben übernimmt die bürgerliche Gemeinde. Seither waren dies 89 Prozent beim evangelischen, 92 Prozent beim katholischen Kindergarten. Die Sachkostenpauschale je Gruppe und Jahr wird auf 3000 Euro erhöht. Der Zuschuss der bürgerlichen Gemeinde für Investitionen wird beim evangelischen Kindergarten auf 70 Prozent, beim katholischen Kindergarten auf 75 Prozent angehoben.

Vereinbart wurde weiterhin, dass bei der Platzvergabe Kinder mit Wohnsitz in Abtsgmünd bevorzugt werden müssen. Bei der Personalausstattung werden die Regelungen des Kommunalverbandes Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) angewandt. Der Mindestpersonalschlüssel muss in Abtsgmünd der maximalen Personalausstattung entsprechen. Sprich: nicht mehr Beschäftigte als unbedingt nötig. Kirchliches Verwaltungspersonal wird dabei nicht berücksichtigt.

In den Stellungnahmen der Gemeinderatsfraktionen bezeichneten Robert Kruger und Petra Hermann (CDU) sowie Wilfried Horlacher (Freie Wähler) die Neuregelung als gelungen. Der Gemeinderat beschloss, die Verträge rückwirkend zum 1. Januar 2022 gelten zu lassen. Das sei ursprünglich vorgesehen gewesen, erklärte Sonja Rettenmaier.

Toiletten und Zaun

Knapp 89.000 Euro erhält die evangelische Kirchengemeinde als Investitionskostenzuschuss für die Sanierung der Toiletten und die Erneuerung der Außenanlagen samt des Zauns. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Das sind etwa zwei Drittel der Gesamtkosten in Höhe von gut 137.000 Euro. Der Zuschuss soll spätestens Anfang kommenden Jahres ausbezahlt werden. ⋌Manfred Moll

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